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Steinach (awp) - Der Nahrungsmittelhersteller Hügli hat im vergangenen Geschäftsjahr die negativen Auswirkungen des starken Frankens deutlich zu spüren bekommen. Zwar wurde der Umsatz in Lokalwährungen gesteigert, nach der Umrechnung in Franken zeigte sich jedoch ein Umsatzminus. Für die Zukunft gibt sich der Suppen- und Saucenproduzent verhalten optimistisch und hält am langfristigen Umsatzziel fest.
Der Gruppen-Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 wird mit 372,2 Mio CHF ausgewiesen. Dies entspricht einem Rückgang um 4,7%, in Lokalwährungen resultierte dagegen ein Plus von 3,2%, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das Volumenwachstum betrug im Geschäftsjahr 2,8%.
Der Verkauf einer Produktlinie habe zu einem Wegfall von 1,5% der vergleichbaren Umsatzbasis geführt. Der starke Franken gegenüber allen Konzernwährungen wirkte sich zudem mit -6,4% auf den Umsatzausweis des Geschäftsjahres aus.
Der negative Währungseinfluss kam unterschiedlich stark zum Tragen. So erhöhte sich der Effekt durch die Umrechnung der Fremdwährungsumsätze in die Berichtswährung Franken von -3,0% im ersten Halbjahr auf -10,1% im zweiten Halbjahr. "Eine solche Währungsverzerrung in den dargestellten Franken-Umsatzzahlen reflektiert die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines internationalen Unternehmens nicht mehr adäquat", heisst es in der Medienmitteilung.
Alle geographischen Konzernsegmente entwickelten sich positiv, wobei Osteuropa ohne den Devestitionseffekt der Produktlinie "Schokoladenhaltige Couverturen" mit +8,7% in Lokalwährungen die höchste Wachstumsrate aufwies (jedoch unter dem Vorjahresergebnis von +16,8%). Überdurchschnittliche Beiträge leisteten die Länder Tschechien, Slowakei und Ungarn. Noch nicht zufriedenstellend sei weiterhin die Leistung in Polen.
Das grösste Segment Deutschland erzielte mit +3,5% in Lokalwährung nochmals eine Steigerung. In der Schweiz und dem übrigen Westeuropa wuchs der Umsatz in Lokalwährungen insgesamt um +0,9%, jedoch mit grossen Unterschieden je Land.
Die Division Food Service - Verkauf an alle Betriebe der Ausserhausverpflegung - litt unter den stagnierenden Umsätzen bei Restaurants und Hotels, insbesondere im Tourismusbereich. Die Landesorganisation in Österreich konnte keine Mehrumsätze erbringen, während Deutschland erneut ein überdurchschnittliches Wachstum erzielte. Erfreuliche Steigerungen zeigten auch die kleineren Länder Ungarn und die Slowakei.
Die Division Industrial Foods - Verkauf von Fertig- und Halbfertigprodukten an die Lebensmittelindustrie - wurde vom Ausbleiben der zyklischen Umsätze in Grossbritannien belastet. Trotz einer positiven Entwicklung in der Schweiz seien die Erwartung der Division jedoch "klar nicht erfüllt" worden.
Die Division Health and Natural Food - Verkauf von biologischen/organischen Produkten an den Fachhandel - spürte die mit der angespannten Wirtschaftslage verbundene Kaufzurückhaltung bei höherpreisigen biologischen Produkten, speziell im Reformfachhandel.
Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 erwartet Hügli wegen eines verbesserten Produktmix sowie Verbesserungen in der Effizienz und im Kostenmanagement einen höheren EBIT.
Für das angelaufenen Geschäftsjahr gibt sich Hügli verhalten optimistisch. Das Unternehmen geht von einer "moderaten organischen Umsatzsteigerung in einem anhaltend belastenden wirtschaftlichen Umfeld" aus. Diese werde jedoch voraussichtlich durch die aktuellen Wechselkurse sowie den verbleibenden Devestitionseffekt im Umsatzausweis wieder mehr als eliminiert, schreibt Hügli. Das Unternehmen rechnet deshalb mit einem leicht tieferen Umsatz in Franken. Aufgrund der gestiegenen Preise der Agrarrohstoffe wird zudem höhere Materialaufwendungen und in der Folge mit einem EBIT im Rahmen des Vorjahres gesehen.
Hügli hält weiterhin an der strategischen Zielsetzung fest, langfristig ein solides organisches Umsatzwachstum von über 5% bei überproportional steigenden Erträgen zu erwirtschaften.
Detaillierte Informationen zum Geschäftsjahr 2010 sowie ein Ausblick 2011 werden am 14. April 2011 publiziert.
ps/uh/ra

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