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METZINGEN (awp international) - Beim Modekonzern Hugo Boss hat die Wirtschaftskrise ihren Tribut gefordert. Vielen Konsumenten sass das Geld nicht mehr so locker, weshalb das vom Finanzinvestor Permira kontrollierte Unternehmen das Jahr 2009 mit weniger Umsatz und Gewinn abschloss. Auch 2010 werde noch mal eine Herausforderung, warnte Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs am Mittwoch. Er rechne aber im Jahresverlauf mit einer Stabilisierung des Marktumfelds.
Die im MDax notierte Aktie sackte nach Vorlage der vorläufigen Zahlen zunächst ab. Einem Händler zufolge sind die Zahlen eigentlich im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. "Allerdings wurde der Ausblick ein wenig zu vorsichtig formuliert, was zu einigen Verstimmungen am Markt geführt hat", erklärte er die negative Kursreaktion. Zuletzt verloren die Titel 1,75 Prozent auf 25,025 Euro.
UMSATZRÜCKGANG IM VIERTEN QUARTAL GESTOPPT
2009 sank der Konzernumsatz um 7 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro. Nach Ablauf der ersten neun Monate hatte der Konzern noch mit einem Umsatzminus von 9 Prozent gerechnet. Im vierten Quartal konnte der Modekonzern aber wieder Boden gut machen und den Rückgang stoppen. Mit 324 Millionen Euro lag der Umsatz der letzten drei Monate ganz leicht über dem Niveau des Vorjahres. Zum Jahresende hin hätten sich "erste positive Trends" gezeigt, hiess es.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank um 17 Prozent auf 158 Millionen Euro und das Konzernergebnis um 7 Prozent auf 104 Millionen Euro. Belastet hatten dabei unter anderem Aufwendungen für die Schliessung unrentabler Geschäfte. Die operative Marge hielt sich auf Vorjahresniveau.
STABILISIERUNG IN DER ZWEITEN HÄLFTE 2010
Hugo Boss hatte im zurückliegenden Jahr mit der schwachen Konsumlust der Verbraucher gekämpft. Viele Anzüge des Edelschneiders, Schuhe oder Accessoires blieben in den Lagern liegen. Vor allem in Osteuropa lief das Geschäft zuletzt schlecht. Das Metzinger Unternehmen musste sogar Lieferungen stoppen, weil Grosskunden ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen konnten. Mit einem Sparprogramm versuchte der Konzern, den Auswirkungen der Krise entgegen zusteuern. Die Schulden gingen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Drittel zurück.
2010 wird laut Vorstandschef Lahrs zumindest am Anfang eine holprige Veranstaltung: "Insgesamt wird 2010 für unsere Branche noch einmal eine Herausforderung, da das Wachstum in vielen Märkten nur sehr verhalten ausfallen dürfte." Früheren Angaben zufolge rechnet Hugo Boss erst in der zweiten Jahreshälfte mit einer Besserung. "Es kann von einer flachen Entwicklung bis hin zu einer leichten Verbesserung gehen", hatte Lahrs Ende November in einem Zeitungsinterview gesagt. Seinen vollständigen Jahresbericht legt Hugo Boss im April vor./she/gr

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