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IATA: Scharfe Kritik an Emissionshandel für Airlines

SINGAPUR (awp international) - Scharfe Kritik an der Europäischen Union vom Weltluftfahrtverband IATA: Der Alleingang in Sachen Emissionshandel, in den die Luftfahrtindustrie ab 1. Januar nächsten Jahres einbezogen werden soll, sei eine Schande, sagte der scheidende Generaldirektor des Luftfahrtverbandes IATA, Giovanni Bisignani. "Nehmt den Klimawandel ernst, aber seid auch ehrlich und entwickelt eine globale Lösung dafür", meinte Bisignani am Montag zum Auftakt der Jahrestagung des Verbandes. "Wir müssen basta zu Europa sagen", sagte der Italiener - zu deutsch: "Es reicht!".
Die EU hat beschlossen, einseitig ab kommenden Januar Klimaschutzauflagen für Fluggesellschaften durchsetzen. Die Kohlendioxid-Emissionen der Luftfahrt werden dann gedeckelt und die Fluggesellschaften - auch ausländische - müssen Verschmutzungszertifikate kaufen. Allein die Lufthansa rechnet pro Jahr mit Kosten zwischen 150 und 350 Millionen Euro.
Die europäische Airlines sehen darin eine Wettbewerbsverzerrung, sagte Lufthansa-Chef Christoph Franz. China habe etwa Vergeltungsmassnahmen angekündigt - das könne europäische Airlines durch Strafzahlungen aber auch in Form von Einschränkungen der Start- und Lande oder Überflugrechte treffen. "Der Klimawandel ist ein globales Problem und das braucht globale Lösungen", sagte Franz./oe/DP/ksb

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