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Im Sog der Millionen-Stadt

Blick auf die Stadt Zürich.

(Keystone Archive)

Der Ballungsraum von Zürich greift immer weiter um sich. Im vergangenen Jahrzehnt wuchsen die 30 bis 35 Kilometer von Zürich entfernten Gemeinden am stärksten.

Der immer wieder gehörte Satz, Zürich sei der Motor der Schweiz, wird von der Volkszählung 2000 bestätigt.

Insgesamt lebten am Stichtag der Volkszählung, dem 5. Dezember 2000, 1'252'800 Personen oder 6,3% mehr als zehn Jahre zuvor im Kanton Zürich. Dessen Raum entspricht aber nicht dem "Ballungsraum Zürich".

Mit dieser Zunahme liegt der Kantons Zürich knapp über dem schweizerischen Mittel von 5,9 Prozent Bevölkerungswachstum, wie das kantonale Statistische Amt am Dienstag mitteilte.

Die grosse Zunahme zeigt auf, was Zürcherinnen und Zürcher im Alltag schon lange bemerkt haben: Trotz Bauboom und Neuerschliessung ganzer Quartiere ist es schwierig geworden, in Zentrumsnähe eine Wohnung zu finden.

Grosses Wachstum in Nachbarschaft

Höhere Wachstumsraten wiesen die Nachbarkantone Aargau (plus 8,3%), Thurgau (plus 9,6 %), Schwyz (plus 15,5%) und Zug (plus 17,2 %) auf, die damit immer mehr in den Sog der Metropole Zürich gelangten.

Der Wachstums-Schwerpunkt der Agglomeration Zürich entfernte sich immer weiter weg von der Kernstadt: In den 70er Jahren lagen die am stärksten wachsenden Gemeinden noch maximal 15 Kilometer von Zürich entfernt, in den 90er Jahren hingegen bereits 30 bis 35 Kilometer.

Vielfältige Nationalitäten-Zusammensetzung

Um 2 auf 22% gestiegen ist der Ausländer-Anteil im Kanton Zürich. Während die Zahl der ausländischen Männer konstant geblieben ist, nahm diejenige der Frauen zu. Grund dafür ist gemäss Mitteilung des Statistischen Amtes die Tatsache, dass in den 90er Jahren vermehrt Familien einwanderten.

Im Wandel ist auch die Zusammensetzung der Nationalitäten: Neu bilden die Staatsangehörigen Jugoslawiens und seiner Nachfolgestaaten mit 21% die gleich grosse Gruppe wie die Italienerinnen und Italiener. Mit plus 10 Prozent am stärksten wuchs die Kategorie "übrige Nationalitäten".

Sie fasst Personen verschiedenster Herkunft, etwa aus kleineren asiatischen oder afrikanischen Länder, zusammen.

swissinfo und Agenturen

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