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In der Schweiz nehmen Mädchen das Leben nicht so leicht wie in anderen Ländern

Schweizer Mädchen sind häufiger traurig, einsam und bedrückt als ihre Altersgenossinnen in anderen Ländern. Dies zeigt eine internationale Studie, die unter 120'000 Schulkindern durchgeführt wurde.

Dieser Inhalt wurde am 01. Februar 2000 - 15:15 publiziert

Schweizer Mädchen sind häufiger traurig, einsam und bedrückt als ihre Altersgenossinnen in anderen Ländern. Auch neue Freunde zu finden, fällt Schweizer Jugendlichen nicht leicht. Dies zeigt eine internationale Studie, die unter 120'000 Schulkindern durchgeführt wurde.

41 Prozent der 13-jährigen und 51 Prozent der 15-jährigen Mädchen in der Schweiz fühlen sich häufig traurig und bedrückt. Nur in Israel, Ungarn und Griechenland werden diese Werte noch übertroffen. Der entsprechende Anteil der männlichen Schweizer Jugendlichen mit negativen Gefühlen liegt zwischen 19 und 22 Prozent. Damit ist die Schweiz auch eines der Länder mit dem grössten Unterschied zwischen den Geschlechtern.

Achterbahn der Gefühle

Alle vier Jahre wird in 25 europäischen Ländern und Regionen, sowie in Israel, Kanada und in den USA im Rahmen einer Studie das Alltagsleben von Schulkindern im Alter von 11, 13 und 15 Jahren untersucht. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) hat die Ergebnisse am Dienstag (01.02.) veröffentlicht.

Die Fachstelle weist darauf hin, dass die Adoleszenz besonders für die Mädchen eine schwierige Phase darstelle. Die Vielzahl der körperlichen und sozialen Veränderungen sei mit einer Achterbahn der Gefühle und Anforderungen verbunden.

Freunde finden fällt nicht leicht

In der Freizeit treiben Schweizer Jugendliche im internationalen Vergleich intensiv Sport und sehen nur moderat Fernsehen. Aber sie verbringen wenig Zeit mit Freundinnen und Freunden. Und auch neue Freunde zu finden, fällt ihnen nicht gerade leicht.

Mehr rauchen und trinken

Ausserdem berichten die Jugendlichen in der Schweiz, im Vergleich zu den zuvor durchgeführten Befragungen, häufiger und mehr zu rauchen und sich exzessiver zu betrinken. Dieser Trend ist nicht nur in der Schweiz, sondern auch in den meisten anderen Ländern deutlich erkennbar.

Bei den 15-Jährigen liegt die Schweiz mit einem Anteil von 25 Prozent regelmässiger Raucherinnen und Rauchern international im Mittelfeld. Beim Alkohlkonsum liegt sie im Schlussfeld.

SRI und Agenturen

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