Indiens Aussenminister trifft Bundesräte Deiss und Couchepin

Der indische Aussenminister Jaswant Singh, Archivbild Keystone

Indiens Aussenminister Jaswant Singh wird heute Montag (04.09.) in Bern erwartet. Bei den Gesprächen mit Bundesrat Joseph Deiss kommen neben den bilateralen Beziehungen internationale Bereiche wie Atomwaffen und der Kampf gegen Terrorismus zu Sprache.

Dieser Inhalt wurde am 04. September 2000 - 10:17 publiziert

Unter anderem sollen bei den Gesprächen Möglichkeiten ausgelotet werden, den politischen Dialog zwischen der Schweiz und Indien zu vertiefen, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) weiter mitteilte. Bei einem Treffen Singhs mit Bundesrat Pascal Couchepin werden die wirtschaftlichen Beziehungen im Zentrum stehen.

Der EDA-Chef will mit seinem Amtskollegen Singh neben regionalen Fragen globale und multilaterale Themen erörtern: dazu gehören die Nichtverbreitung von Atomwaffen, Abrüstung und der Kampf gegen Terrorismus. Indien und Pakistan hatten 1998 kurz hintereinander unterirdische Atomtests ausgeführt. Diese waren weltweit heftig kritisiert worden.

Weder Pakistan noch Indien haben den Atomwaffen-Sperrvertrag (NPT) von 1970 unterschrieben. In dem Abkommen erklären sich die 187 Unterzeichnerländer - darunter die Schweiz - bereit, das Monopol auf Atomwaffen den USA, Russland, China, Frankreich und Grossbritannien zu überlassen.

Bei einer Überprüfungskonferenz zum Atomwaffen-Sperrvertrag in New York hatten sich die fünf offiziellen Atommächte USA, Russland, Frankreich, Grossbritannien und China im Mai zur Räumung aller Atomwaffenarsenale verpflichtet. Sie banden ihre Zusage jedoch an kein Datum.

Diese Absichtserklärung war das Kernstück eines neuen Abrüstungsprogramms, das die Unterzeichnerstaaten des NPT bei der Konferenz einstimmig verabschiedet hatten.

In der Absichtserklärung waren auch die Atomwaffentests von Pakistan und Indien verurteilt worden. Die beiden asiatischen Länder sowie Kuba und Israel wurden aufgefordert, den Sperrvertrag zu unterzeichnen.

swissinfo und Agenturen

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