Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

MÜNCHEN (awp international) - Der Machtkampf bei dem Münchner Chip-Hersteller Infineon spitzt sich weiter zu. Am Dienstag schlug sich die Fondsgesellschaft der Deutsche Bank , DWS, auf die Seite von Investoren, die einen eigenen Kandidaten als Aufsichtsratsvorsitzenden durchsetzen wollen. "Wir haben grosse Sympathie für den Gegenantrag", sagte DWS-Fondsmanager Henning Gebhardt der Süddeutschen Zeitung (Mittwoch).
Der britische Finanzinvestor Hermes, hinter dem der Pensionsfonds der British Telecom steht, stellt sich gegen den früheren Siemens-Manager Klaus Wucherer, den der bisherige Aufsichtsratschef Max Dietrich Kley als seinen Nachfolger installieren möchte. In einem Gegenantrag von Hermes zur Infineon-Hauptversammlung, der der SZ vorliegt, heisst es demnach: "Für einen wirklichen Neuanfang bei Infineon ist insbesondere auch eine Erneuerung an der Spitze des Aufsichtsrates nötig."
Ähnlich argumentiert auch die DWS. "Es ist gut, alte Zöpfe abzuschneiden", sagte Gebhardt. Wucherer, der dem Aufsichtsrat seit 1999 angehört, habe die Fehler der Vergangenheit mitzuverantworten. Infineon gehörte einst zum Siemens-Konzern, ehe die Firma im Jahr 2000 zu 35 Euro je Aktie an die Börse ging. Heute liegt der Kurs unter vier Euro, vor einem Jahr ging es Infineon so schlecht, dass sogar über Staatshilfen nachgedacht wurde. Hermes und die DWS kontrollieren jedoch zusammen weniger als fünf Prozent der Aktien. In Finanzkreisen heisst es dem Bericht zufolge, weitere Anteilseigner stünden auf Seiten der Kritiker.
Im vergangenen Jahr war der Aufsichtsrat von Infineon nur mit einer knappen Mehrheit von gut 50 Prozent der Stimmen entlastet worden. Viele institutionelle Investoren sind laut "SZ" heute noch unentschlossen, wen sie bei der Hauptversammlung am 11. Februar unterstützen sollen./tw/he

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???