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MÜNCHEN (awp international) - Der Halbleiterhersteller Infineon hat nach Jahren schmerzhafter Verluste laut Vorstandschef Peter Bauer die Trendwende geschafft. "Infineon ist heute so erfolgreich und stabil wie nie zuvor", sagte Bauer zu Beginn der Hauptversammlung des Dax-Konzerns am Donnerstag in München seinem vorab verbreiteten Manuskript zufolge. Ziel sei es, dauerhaft schwarze Zahlen zu schreiben und schneller als der Markt zu wachsen. Nach einem starken ersten Quartal hob der Konzern seine Prognose für das Geschäftsjahr 2010/2011 an und rechnet nun mit einem Umsatzplus im mittleren 10-Prozent-Bereich.
Wie erwartet bleibt Bauer für fünf weitere Jahre an der Spitze des Halbleiterherstellers. Der Aufsichtsrat verlängerte den Vertrag des Managers bis 2016. Unter Bauers Führung hat der Konzern im Geschäftsjahr 2009/2010 das beste Ergebnis seit zehn Jahren eingefahren und will zum zweiten Mal seit der Abspaltung von Siemens 1999 eine Dividende an die Aktionäre ausschütten. Der Manager ist seit Beginn an Bord, seit 2008 steht Bauer an der Spitze der Infineon Technologies AG. Auch der Vertrag von Personalvorstand Reinhard Ploss wurde verlängert.
Die Aktionäre des Halbleiterherstellers wählen auf der Versammlung voraussichtlich den früheren Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber in den Aufsichtsrat. Mayrhuber soll dort auch den Vorsitz übernehmen und damit Klaus Wucherer folgen. Der Chefaufseher hatte sich 2010 erst in einer dramatischen Kampfabstimmung durchgesetzt und danach angekündigt, nur ein Jahr im Amt zu bleiben. Absegnen soll die Hauptversammlung auch die Einigung mit Ex-Chef Ulrich Schumacher. Infineon hatte sich nach einem jahrelangen Streit mit ihm im Dezember auf einen Vergleich verständigt./amr/DP/wiz1

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