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(Neu: Mehr Details, aktualisierter Aktienkurs)
MÜNCHEN (awp international) - Der Halbleiter-Spezialist Infineon bleibt dank Auto-Boom und Aufschwung in der Erfolgsspur. Das einstige Sorgenkind legte im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs zum siebten Mal in Folge zu - und schraubt nach einem Gewinnsprung erneut seine Erwartungen nach oben. Vor allem die Industrie und die Autobranche reissen sich um Halbleiter.
Wegen der anhaltend hohen Nachfrage dürfte der Umsatz nun um ein Fünftel zulegen und die Gesamtergebnismarge etwa auf Höhe der 19,8 Prozent aus dem ersten Halbjahr herauskommen, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Zuvor lagen die Zielmarken bei um die 15 Prozent für den Umsatz und im hohen zehn-Prozent-Bereich für die Marge. Für das laufende dritte Geschäftsquartal rechnet der Vorstand mit Erlösen und einem Segmentergebnis auf dem Niveau des vergangenen Quartals.
Den Börsianern gefielen sowohl die Ergebnisse, als auch der angehobene Ausblick. Die im Dax notierte Aktie gewann knapp drei Prozent auf 7,97 Euro. Der Leitindex verlor zeitgleich 0,51 Prozent.
Die Münchner arbeiten längst an der Grenze ihrer Kapazitäten. Um dem entgegen zu wirken, erwägt der Vorstand die ursprünglich für dieses Jahr vorgesehenen 700 Millionen Euro für Investitionen noch zu erhöhen. Der grundlegende Umbau des Konzerns nach den bedrohlichen Krisen der vergangenen Jahre habe Wirkung gezeigt, sagte Vorstandschef Peter Bauern. "Infineon steht auf gesunden Füssen".
Das Erdbeben in Japan hat gerade die dortige Autobranche hart getroffen. Infineon kann für sich bisher keine Probleme erkennen. Weder bei der Beschaffung von Rohmaterialien noch im Bestellverhalten der Kunden. Dennoch habe der Konzern auf allen Ebenen der Lieferkette Massnahmen gegen Engpässe ergriffen. Welche das im Detail sind, wurde zunächst nicht bekannt.
"In der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs sind wir schneller als unsere Zielmärkte und unsere Wettbewerber gewachsen.? Zudem spülte der im Januar abgeschlossene Verkauf der Handychipsparte Geld in die Kasse.
Zwischen Januar und März stiegen die Erlöse verglichen mit dem Vorquartal um acht Prozent auf 994 Millionen Euro, darüber hatte der Konzern bereits vorab berichtet. Unter dem Strich wuchs der Gewinn auch dank der Einnahmen aus dem Verkauf der Handychipsparte auf 572 Millionen Euro und lag damit mehr als doppelt so hoch wie im Vorquartal. In den verbliebenen Segmenten legten die Münchner ebenfalls zu.
Bauer will den Konzern in den nächsten fünf Jahren auch ohne Zukäufe auf einen Jahresumsatz von rund fünf Milliarden Euro trimmen. Im kommenden Geschäftsjahr sei ein Umsatz jenseits der bislang von Analysten geschätzten 4,1 Milliarden Euro möglich, sagte Bauer. Eine Prognose wolle er damit aber noch nicht geben. Angesichts voller Kassen schaut sich der Konzern nach geeigneten Übernahmekandidaten um. Über konkrete Pläne sagte Bauer aber nichts. "Die Preise sind derzeit hoch." Es werde nur gekauft, wenn es wirtschaftlich passe - und den Konzern strategisch ergänze.
Infineon hatte sich in den vergangenen Jahren von einigen Geschäften getrennt. Zuletzt hatte der Konzern im vergangenen Jahr seine Handychipsparte an den US-Chipriesen Intel verkauft, um sich auf die drei Felder Auto, Energie und Sicherheit zu konzentrieren. "Das abgelaufene Quartal zeigt erneut, dass die Fokussierung die richtige Strategie ist".
In der Vergangenheit hatte Infineon teils herbe Verluste verbucht. Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete das Unternehmen nach langer Zeit wieder einen Überschuss auf Jahresbasis. Nach dem Börsengang 1999 litt der Halbleitersteller in der Folge abwechselnd unter dem Preisverfall bei Speicherchips, einer einbrechenden Nachfrage infolge von Wirtschaftskrisen und eigenen Problemen. Mit einer geglückten Kapitalerhöhung im Sommer 2009 und dem Spartenverkauf kam Infineon wieder auf die Beine und profitiert von der boomenden Wirtschaft in vielen Schwellen- und einer Reihe von Industrieländern./stb/sbr/jha/wiz

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