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ING verkauft Asiengeschäft an Singapurs OCBC (AF)

Dieser Inhalt wurde am 15. Oktober 2009 - 11:00 publiziert

AMSTERDAM/SINGAPUR (awp international) - Die niederländischen Finanzgruppe ING verkauft ihr Privatkundengeschäft in Asien für 1,46 Milliarden Dollar (981 Millionen Euro). Käufer sei die Bank OCBC in Singapur, gab ING am Donnerstag bekannt. Der "strategische" Verkauf an die Oversea- Chinese Banking Corporation Ltd erfolge im Zuge des "Back to Basics"-Programms von ING, mit dem eine Konzentration auf wichtige Kerngeschäfte angestrebt wird. Der Kurs der im EuroStoxx 50 notierten Aktie legte am Donnerstag weiter zu. Seit ihrem Tiefstand im März hat sich der Wert des Papiers in etwa verfünffacht - mit einem Kurs von zuletzt rund 12,50 liegt sie allerdings immer noch rund zwei Drittel unter ihrem Niveau, das sie vor der Finanzkrise hatte.
ING rechnet mit einem Nettogewinn von etwa 300 Millionen Euro. Ausserdem werde bislang gebundenes Kapital in Höhe von 370 Millionen Euro freigesetzt. Die Banken- und Versicherungsgruppe musste im vergangenen Jahr Staatshilfen in Milliardenhöhe in Anspruch nehmen. Sie hat sich bereits von ihren Aktivitäten in der Schweiz getrennt, die für 344 Millionen Euro von der Bankengruppe Julius Baer übernommen werden. Das Privatkundengeschäft in den Beneluxstaaten Belgien, Niederlande und Luxemburg will ING ebenso behalten wie die Aktivitäten in Osteuropa.
"ING vereinfacht die Organisation und reduziert seine geografische und geschäftliche Bandbreite durch Konzentration auf die stärksten Marktpositionen", erklärte Konzernchef Jan Hommen. Mit dem Verkauf an OCBC "haben wir das Ausgliederungsprogramm in unserem privaten Bankengeschäft abgeschlossen".
Weltweit verwaltete ING im Privatkundensegment mit etwa 1.500 Mitarbeitern Vermögen in Höhe von mehr als 48 Milliarden Euro. Das Privatvermögen, das OCBC nun von ING übernimmt, wurde mit 11 Milliarden Euro etwa in Hongkong, Singapur und auf den Philippinen angegeben.
Nach Angaben aus Branchenkreisen erzielte ING dabei einen höheren Preis als erwartet worden war. Analysten waren laut "Financial Times" von rund 1,3 Milliarden Dollar ausgegangen. Ausser der OCBC sollen mehrere andere Interessenten versucht haben, das Asiengeschäft der Niederländer zu übernehmen, darunter die DBS-Gruppe in Singapur und die HSBC mit Sitz in London./oe/tb/DP/zb

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