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IPO/Börsengang von PPR-Tochter CFAO befeuert Gerüchte um Puma (AF)

Dieser Inhalt wurde am 07. Oktober 2009 - 16:00 publiziert

PARIS (awp international) - Der französische Luxuswarenanbieter und Handelskonzern Pinault-Printemps-Redoute (PPR) will bis Ende des Jahres seine Tochterfirma CFAO an die Börse bringen. PPR wolle als Mehrheitsaktionär die Kontrolle über das Unternehmen behalten, teilte Konzernchef François-Henri Pinault am Mittwoch in Paris mit. CFAO ist auf den Vertrieb von Autos und pharmazeutischen Produkten in Afrika und den französischen Überseegebieten spezialisiert. Die Nachricht liess auch Spekulationen hochkochen, nach denen PPR die Mittel aus dem Börsengang nutzen könnte, um seinen Anteil an einer anderen Tochter auszubauen - dem Sportartikelhersteller Puma .
PPR hält bereits knapp 70 Prozent an Puma. Seit dem Einstieg der Franzosen im Jahr 2007 wird immer wieder darüber spekuliert, dass der Konzern auch die restlichen Anteile an dem deutschen Sport- und Lifestyle-Unternehmen übernehmen werde. Den Analysten von Exane BNP Paribas zufolge bietet der bevorstehende Börsengang von CFAO eine gute Gelegenheit, um bei Puma zuzukaufen. Die Übernahme könnte PPR zumindest teilweise mit dem Erlös aus dem CFAO-Börsengang finanzieren, schreiben die Experten in einer aktuellen Studie. Mit dem Kauf der restlichen Anteile bekäme PPR die komplette Kontrolle über Pumas zunehmend besser werdende Barbestände, so die Experten. Die Gerüchte um ein möglichen Squeeze Out liessen die im MDax notierten Aktien des Adidas-Konkurrenten um mehr als drei Prozent steigen, zuletzt lagen sie mit 2,30 Prozent im Plus bei 228,13 Euro.
EXANE: PPR KÖNNTE BIS ZU 1,5 MRD FÜR PUMA ZAHLEN
Die Exane-Analysten halten ein Gebot von Seiten PPR zwischen 270 und 330 Euro je Puma-Aktie für vorstellbar. Danach würde dies den französischen Konzern 1,25 bis 1,5 Milliarden Euro kosten. Die Finanz-Onlineseite Wansquare schätzt, dass PPR bis zu 40 Prozent von CFAO an die Börse bringen wird, was wiederum 840 Millionen Euro in die Kassen von PPR spülen würde. Dazu wollte sich PPR nicht äussern. Auch Puma wollte keinen Kommentar abgeben und verwies auf die Muttergesellschaft. Zu der gehören neben Puma auch der Modehersteller Gucci, die Kette Fnac mit Büchern, CDs, Videospielen und Unterhaltungselektronik sowie die Home-Shopping-Tochter Redcats.
Die jetzt vor ihrem Börsengang stehende Tochter CFAO hatte im vergangenen Jahr die grössten Wachstumsraten gezeigt und 2,86 Milliarden Euro zum Gesamtumsatz der Gruppe beigetragen. CFAO mit mehr als 10.000 Mitarbeitern in 34 Ländern vertreten. Zum genauen Zeitplan für den Börsengang machte PPR keine Angaben. Die Operation stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die französische Börsenaufsicht, hiess es. Auch das Marktumfeld müsse stimmen. PPR-Aktien verloren zuletzt 0,52 Prozent auf 89,92 Euro./she/hs/gr

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