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IPO/Euro-Rettungschirm dürfte Debüt von polnischem Versicherer PZU beflügeln

Dieser Inhalt wurde am 11. Mai 2010 - 09:53 publiziert

WARSCHAU (awp international) - Polens führender Versicherer PZU will am Mittwoch den bislang grössten europäischen Börsengang des Jahres schaffen. Dabei dürfte der Euro-Rettungsschirm den Polen laut Experten zusätzlichen Schub verleihen. "Wenn die heutige Stimmung anhält, wird der Börsenstart von PZU sicher positiv laufen", sagte Tomasz Bursa, Analyst beim Börsenhändler IDMSA dem "Wall Street Journal" (Dienstagausgabe). "Hätten wir am Freitag gesprochen, wäre die Situation komplett anders". Handelsbank-Analyst Maciej Baranski rechnet mit einem Preisaufschlag am ersten Tag von 10 bis 20 Prozent.
Die laut eigenen Angaben älteste und grösste Versicherungsgruppe Polens will rund 25,8 Millionen Aktien oder 29,9 Prozent der Anteile an die Börse bringen. Der Preis je Aktie liegt mit 312,50 Zloty (77,65 Euro) am oberen Ende der Preisspanne und dürfte der polnischen Regierung sowie dem niederländischen Versicherer und Anteilseigner Eureko rund zwei Milliarden Euro in die Kassen spülen. Eureko soll mit zwei Dritteln den Löwenanteil der Erlöse bekommen. Die Niederländer halten ein Drittel, der Staat 55 Prozent an PZU.
Der Gang von PZU auf das Warschauer Börsenparkett dürfte den IPO des weltgrösste Aluminiumkonzern Rusal aus dem Januar als bislang grössten des laufenden Jahres ablösen. Die Russen hatten bei ihrem Schritt an die Börsen in Hongkong und Paris umgerechnet 1,6 Milliarden Euro eingenommen. Für Polen wäre es der zudem der grösste Börsengang aller Zeiten. PZU verdiente im vergangenen Jahr unter dem Strich 3,76 Milliarden Zloty (934 Millionen Euro)/stb/sk

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