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ESSEN (awp international) - Der Essener Spezialchemieriese Evonik will an die Börse. Angesichts der deutlich verbesserten Konjunktur haben die Evonik-Eigentümer Anfang März mit dem Evonik-Vorstand die Prüfung eines Börsengangs vereinbart. Das bestätigte Stiftungssprecher Ulrich Winkler am Mittwoch nach mehreren Zeitungsberichten. Evonik gehört zu knapp drei Vierteln der RAG-Stiftung, die aus den Erlösen die dauerhaften Lasten des Steinkohlebergbaus finanzieren muss. Gut 25 Prozent waren im Sommer 2008 an den Finanzinvestor CVC verkauft worden.
Im April werde das Kuratorium der Stiftung, das Vertreter der Bergbauländer NRW und des Saarlandes, des Bundes und der Gewerkschaften umfasst, über den Kurs entscheiden. Zum Umfang eines möglichen Börsengangs wollte Winkler sich nicht äussern.
Evonik gilt als Dax-Anwärter, verkauft würden laut Börsenkreisen 40 bis 50 Prozent des Unternehmens. Für das erste Evonik-Paket von 25,01 Prozent hatte CVC rund 2,4 Milliarden Euro bezahlt. Analysten rechnen im Fall eines Börsengangs angesichts der derzeit blendenden Chemiekonjunktur mit einer Bewertung mindestens in derselben Höhe.
"Schwung und Erfolg sind da. Wenn unsere Eigentümer es wollten, könnten wir mit den Vorbereitungen loslegen", sagte Evonik-Chef Klaus Engel dem "Handelsblatt" und der "WAZ"-Gruppe (Mittwoch). Eine seriöse Vorbereitung dauere aber etwa ein Jahr. Vergangene Woche hatte Evonik den mehrheitlichen Verkauf der Kraftwerkstochter Steag an Ruhrgebiets-Stadtwerke vollzogen, um sich weiter auf das Kernfeld Chemie zu konzentrieren. Zwei Drittel des Verkaufserlöses von gut 650 Millionen Euro sollen für Zukäufe bei der Spezialchemie aufgewendet werden.
Kommenden Mittwoch (16.3.) legt Evonik seine Zahlen für 2010 vor. Die Ergebnisse zeigten, dass Evonik besser als die Wettbewerber aus der Krise gekommen sei, sagte Engel in dem "Handelsblatt"-Interview. Allein im ersten Quartal 2010 hatte der Konzern den Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 18 Prozent auf knapp 3,8 Milliarden Euro gesteigert. Das Ergebnis stieg von minus 46 Millionen auf plus 290 Millionen Euro.
Der Evonik-Konzern ist aus den Industrieaktivitäten der ehemaligen Ruhrkohle AG (RAG) hervorgegangen. Nach dem politischen Kompromiss zum Ausstieg aus der deutschen Steinkohleförderung bis 2018 soll Evonik mehrheitlich verkauft oder an die Börse gebracht werden. Aus den Erlösen finanziert die RAG-Stiftung die dauerhaften Folgelasten des Bergbaus - zum Beispiel für Pumpen zur Stabilisierung des Grundwasserspiegels. Laut einem Gutachten belaufen sich die Kosten dafür auf mindestens sieben Milliarden Euro./rs/DP/stb

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