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HAMBURG/HANNOVER (awp international)- Der Reisekonzern Tui bringt seine Hapag-Lloyd-Beteiligung nach Informationen aus dem Umfeld der Reederei vorerst nicht an die Börse. Die unsichere Marktlage nach den Katastrophen in Japan und dem Konflikt in Libyen hätten die Anteilseigner bewogen, mit dem Gang aufs Parkett zunächst abzuwarten, erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Montagabend aus den Reedereikreisen. Tui will sich von seiner verbliebenen Beteiligung an der Container-Reederei trennen und hatte dafür bislang das zweite Quartal im Auge. Am Markt war von einem Termin Mitte April die Rede gewesen. Ein Tui-Sprecher wollte die Informationen nicht kommentieren.
Der Reisekonzern ist noch mit 49,8 Prozent an seiner ehemaligen Schifffahrtstochter beteiligt. Die Mehrheit von 50,2 Prozent hält das Konsortium Albert Ballin, zu dem die Stadt Hamburg, der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne sowie Banken und Versicherungen gehören. Sie übernehmen von Tui bereits in Kürze weitere 11,33 Prozent der Hapag-Lloyd-Anteile.
Erst Anfang März hatte der Tui-Aufsichtsrat den Weg für einen Börsengang von Hapag-Lloyd freigemacht. Auf einen Termin hatte sich der Konzern dabei nicht festgelegt. Tui-Finanzchef Horst Baier hatte jedoch zuvor das zweite Quartal als Zeitraum genannt. Offen blieb, ob und in welchem Umfang der Reisekonzern danach an der Reederei beteiligt bleibt. Zudem hatte sich die Tui-Führung einen Verkauf der Anteile an Investoren offengehalten. Aus dem Hapag-Lloyd-Umfeld hiess es nun, ein Börsengang vor Ostern sei nun kaum mehr möglich. Ob er noch in der ersten Jahreshälfte stattfinde, hänge von der weiteren Entwicklung der Kapitalmärkte ab.
Bei einem Börsengang von Hapag-Lloyd würde dem Vernehmen nach nur der Tui-Konzern seine Aktien auf den Markt werfen. Die Stadt Hamburg, der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne und die anderen Mitglieder des Konsortiums Albert Ballin hätten bereits eine Haltefrist von zwölf Monaten vereinbart, hatte dpa-AFX Anfang März aus dem Umfeld der Eigentümer erfahren. Die Stadt Hamburg will damit auch den eigenen Wirtschaftsstandort sichern. Die Hansestadt ist mit einem Anteil von 23,55 Prozent der grösste Hapag-Lloyd-Aktionär nach Tui.
Tui-Chef Michael Frenzel könnte mit dem Erlös aus dem Hapag-Lloyd-Verkauf weitere Anteile an seiner Veranstaltersparte Tui Travel kaufen. "Mit dem Ausstieg aus der Schifffahrt bietet sich uns die Chance zum Ausbau wie zur Optimierung der touristischen Strukturen", hatte der Manager im Februar gesagt. Dabei geht es ihm darum, Hotel- und Veranstaltergeschäft enger miteinander zu verzahnen. Auf eine Komplettübernahme von Tui Travel liess er sich jedoch nicht festlegen. Derzeit gehört die britische Tochter lediglich zu 55,1 Prozent zum Tui-Konzern./stw/ksb

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