Irak: Botschaft in der Schweiz

Der Irak hat beschlossen, seine Botschaft in der Schweiz wieder zu eröffnen. Die Vertretung in Bern war kurz vor Ausbruch des Golfkriegs geschlossen worden.

Dieser Inhalt wurde am 03. Februar 2002 - 21:36 publiziert

Der irakische Ministerrat unter Leitung von Staatschef Saddam Hussein habe "seine Zustimmung auf eine Anfrage des irakischen Aussenministers gegeben, die Botschaft in Bern wieder zu eröffnen". Dies meldete die amtliche irakische Nachrichtenagentur INA.

Das Aussenministerium habe den Antrag für die Wiedereröffnung gestellt aus "gegenseitigem Interesse Iraks und der Schweiz, die Kommunikationskanäle zwischen den beiden Ländern auszubauen." Ruedi Christen, Informationschef des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten, wollte am Sonntagabend keinen Kommentar dazu abgeben.

Im August 1990 schloss sich die Schweiz den UNO-Sanktionen gegen Irak an, nachdem sie zuvor die gewaltsame irakische Annexion Kuwaits verurteilt und ihre Unterstützung gegenüber den Rückzugs-Appellen der UNO gegeben hatte. Ihre Botschaft in Bagdad schloss die Schweiz 1991 wegen des Golfkriegs aus Sicherheitsgründen.

Verbindungsstelle eingerichtet

Die diplomatischen Beziehungen zu Irak wurden indes niemals ganz abgebrochen. Anfang 2001 richteten zwei diplomatische Mitarbeiter aus der Schweiz in Irak eine Verbindungs-Stelle ein. Deren Aufgabe ist es, sich einen Überblick über die humanitäre Situation im Land zu verschaffen.

Daneben ist das Büro auch für wirtschaftliche und konsularische Fragen zuständig. Die Wiedereröffnung der eigentlichen Botschaft wurde dagegen vorerst nicht in Erwägung gezogen.

swissinfo und Agenturen

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