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FRANKFURT (awp international) - Italien hat sich am Donnerstag trotz der angedrohten Herabstufung seitens der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) problemlos am Markt refinanzieren können. Mit zwei Auktionen kurz- und mittelfristiger Anleihen nahm der italienische Staat insgesamt 10 Milliarden Euro auf, wie aus offiziellen Zahlen hervorgeht. Bei einer robusten Nachfrage waren die Renditen sogar rückläufig. Experten sprachen von einer gut verlaufenen Auktion.
Ein sechsmonatiges Geldpapier brachte dem italienischen Staat 8,0 Milliarden Euro ein. Die Rendite sank im Vergleich zu einer Auktion im April geringfügig von 1,66 auf 1,65 Prozent. Zugleich stieg die Nachfrage. Das Papier war 1,7-fach überzeichnet, nach einer Überzeichnung von 1,4 im April. Ein noch günstigeres Bild ergibt sich bei dem zweijährigen Papier: Auch hier stieg die Nachfrage von 1,4 im April auf 1,7. Die Rendite ging deutlich von 3,04 Prozent auf 2,85 Prozent zurück. Die Grossbank UniCredit sprach von einem guten Ergebnis und einer beruhigenden Nachricht für die Investoren.
Am vergangenen Wochenende hatte die US-Agentur S&P die Kreditwürdigkeit Italiens infrage gestellt, indem sie dem Land eine Herabstufung der Bonität androhte. Die Agentur senkte den Ausblick für das Rating von stabil auf negativ. S&P nannte vor allem schwache Wachstumsaussichten und mangelnden Reformwillen als Gründe./bgf/jkr

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