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Italienische Chauffeure drohen mit Blockade

Wenn sich die Zustände nicht verbessern, droht an Ostern erneut ein Verkehrschaos in Chiasso.

(Keystone Archive)

In einem offenen Brief haben italienische Chauffeure am Samstag (31.03.) gegen das Verkehrschaos am Gotthard protestiert. Mit der bevorstehenden Oster-Periode werde die Situation explodieren, warnten die Transporteure. Notfalls werde der Schwerverkehr aus der Schweiz blockiert, drohten die Chauffeure.

"Alle unsere Warnungen und Vorschläge haben nichts genützt. Seit mehr als einem Monat herrschen unhaltbare Zustände. Das war nur der Beginn. Der Transitverkehr hat 20 bis 30 Prozent zugenommen, und mit der bevorstehenden Oster-Periode wird die Situation explodieren", heisst es in dem Schreiben, das von der FAI, der italienischen Organisation der Autotransporteure, und den beiden Gewerbeverbänden der Region Como unterzeichnet ist.

Am besten werde es sein, zum System der 28-Tonnen-Limite für den Transit-Schwerverkehr durch die Schweiz zurückzukehren, sagte ein Sprecher der FAI. Die italienischen Camioneure seien wohl bereit, die schweizerische Sondersteuer für den 40-Tonnen-Schwerverkehr zu bezahlen. Doch nur, wenn die entsprechenden Infrastrukturen zur Verfügung ständen.

Italien benachteiligt

Die FAI beklagt, mit den neuen Massnahmen würden die italienischen Laster mindestens doppelt so viel Zeit zum Durchqueren der Schweiz als bisher benötigen. Damit werde der Schwerverkehr aus Italien benachteiligt, nicht zuletzt auch, weil das Nachtfahrverbot aufrechterhalten bleibe.

Der Verband der Autotransporteure beschuldigte im weiteren die italienischen Behörden, sie hätten die Interessen der Camioneure nicht verteidigt. Dabei beruft er sich auf eine im offiziellen Mitteilungsblatt der Europäischen Union vom 30. Dezember 2000 veröffentlichte Stellungnahme. Darin werde festgehalten, die Schweiz habe das Transitabkommen "einseitig in Kraft gesetzt", obwohl es noch nicht von allen Staaten der EU endgültig ratifiziert sei.

Deshalb könne diese Massnahme nicht als provisorische Anwendung des Abkommens gelten. Die Camioneure drohten, notfalls würden sie den Schwerverkehr aus der Schweiz blockieren. "Diese Drohung kann von einem Tag auf den anderen wahr gemacht werden", sagte ein Sprecher des Verbandes am Samstag.

Mit der unhaltbaren Situation werde sich auch das italienische Parlament befassen müssen. "Sofort nach den Neuwahlen Mitte Mai werden wir das Thema in Rom erneut zur Sprache bringen", sagte der Sprecher.

swissinfo und Agenturen

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