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DÜSSELDORF (awp international) - Der Gouverneur der italienischen Notenbank, Mario Draghi, hat als Antwort auf die Finanz- und Wirtschaftskrise eine umfassende Reform des Europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakts gefordert. "Natürlich brauchen wir strengere Regeln", sagte Draghi dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe). "Es ist noch zu früh zu sagen, wie diese aussehen sollen. Aber die griechische Krise hat gezeigt, dass wir unser System widerstandsfähiger machen müssen."
"Es ist an der Zeit, einen Schritt weiterzugehen. Zumindest die Euro-Länder sollten einige Mechanismen akzeptieren, die die Kooperation zwischen Regierungen verbessern und eine stärkere Disziplin bewirken", sagte Draghi. Denn Preisstabilität, Bilanzdisziplin und Wirtschaftswachstum seien die Grundpfeiler für finanzielle Stabilität. "Ich denke, dass wir strengere Regeln brauchen, bei denen jede Abweichung oder jeder Gebrauch von Finanzmitteln, die nicht vom Markt kommen, einen finanziellen und politischen Preis haben, der deutlich höher ist als heute", fordert er. Es müsse künftig auch eine bessere Abstimmung der Wirtschaftspolitik in Europa geben.
Bei Krisenszenarien müsse es einen gut ausgearbeiteten Mechanismus für die Identifizierung, Beobachtung und die Durchsetzung von Massnahmen geben. "Dann werden auch die Märkte alles Geld bereitstellen, das die Länder brauchen", sagte Draghi. "Wenn wir dann noch meinen, dass wir eine Art Notfall-Liquiditätshilfe leisten müssen, wie Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sie vorschlägt, können wir darüber nachdenken." Aber wahrscheinlich werde ein Europäischer Währungsfonds nicht einmal mehr erforderlich sein, wenn der von ihm vorgeschlagene Mechanismus gut funktioniere./jha/tw

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