Die Schweiz und die Roten Khmer

Dieser Inhalt wurde am 17. April 2015 - 16:30 publiziert

Trotz der Errichtung eines totalitären Regimes durch die Roten Khmer hatte die Schweiz ihre diplomatischen Beziehungen zu Kambodscha nicht abgebrochen.

Im Gegenteil: Bern anerkannte das neue Regime nicht, das dem Blutvergiessen Pol Pots nach der Invasion Kambodschas durch Vietnam 1979 ein Ende setzte. Tatsächlich fror die Schweiz ihre Beziehungen zu den verschiedenen Protagonisten des darauf folgenden Bürgerkriegs ein.

Während dieser Zeit des kalten Krieges beschränkte das Eidgenössische Aussendepartement seine Aktivitäten auf Kontakte mit einigen informellen Repräsentanten der Koalition, die gegen das pro-sowjetische Vietnam kämpfte.

Gleichzeitig leistete die Schweiz humanitäre Hilfe. Seit 1978 wurden hauptsächlich dringend benötigte Nahrungsmittel nach Kambodscha geschickt.

Nach den Abkommen von Paris 1991, die dem über die 1980er-Jahre andauernden Bürgerkrieg ein Ende setzen sollten, erneuerte Bern langsam seine Beziehungen zu Phnom Penh.

Die Annäherung wurde 1996 besiegelt durch den Besuch des Bundespräsidenten Jean-Pascal Delamuraz in Kambodscha und ein Investitionsschutz-Abkommen zwischen den beiden Ländern.

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) ist vor allem mit ihrem Regionalprogramm "Mekong" in Kambodscha aktiv. Die Deza unterstützt zudem ein wichtiges Gesundheits-Projekt, nämlich die "Kantha Bopha"-Spitäler des Schweizer Kinderarztes Beat Richner.

swissinfo.ch


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