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Jahrestagung der Humanitären Hilfe und des SKH

Der erste grosse Übungseinsatz des SKH: von 1974 bis 1975 wurden wegen einer Dürre gegen 100 Freiwillige mit Material rund um das Tschaadsee-Becken eingesetzt.

(Keystone)

Zur Förderung des Friedens braucht es nach den Worten von Bundesrat Joseph Deiss Menschenrechts-Experten und Friedens-Soldaten. An der Jahrestagung der Humanitären Hilfe brach er eine Lanze für die Militärgesetz-Revision - und für einen UNO-Beitritt.

Die 28. Jahrestagung am Freitag (30.03.) in Bern stand unter dem Thema "Schweiz-UNO: Partnerschaft für humanitäre Hilfe und Katastrophen-Bewältigung" sowie unter dem Zeichen des "Stabwechsels" von Charles Raedersdorf an Toni Frisch.

"Unsere Solidarität mit den Opfern (von Konflikten) kann nicht allein an das Katastrophenhilfekorps delegiert werden... Wir wollen mehr tun", erklärte Deiss. Wenn die Schweiz die Friedensförderung zu einem Schwerpunkt ihrer Aussen- und Sicherheitspolitik machen wolle, so brauche es neben zivilen auch militärische Mittel. Die am 10. Juni zur Abstimmung gelangende Revision des Militärgesetzes, die eine Bewaffnung bei Friedenseinsätzen im Ausland zum Selbstschutz erlaubt, sei daher sinnvoll.

UNO-Beitritt brächte mehr Einfluss

Der schweizerische Aussenminister bezeichnete ferner vor den rund 1'000 Gästen einen UNO-Beitritt der Schweiz als aussenpolitische Priorität. Damit könne die Schweiz, die zu den 12 wichtigsten Geldgebern des UNO-Systems gehört, mehr Einfluss in der Weltorganisation gewinnen.

Ohne die UNO fände ein guter Teil der schweizerischen Entwicklungs-Zusammenarbeit und humanitären Hilfe nicht statt, ergänzte Walter Fust, Direktor der Direktion für Zusammenarbeit und Entwicklung (DEZA). Etwa 80 Prozent der humanitären Hilfe wird indirekt, über internationale Organisationen, vorwiegend des UNO- Systems, geleistet.

Schweiz-UNO: Gleiche Ziele

Die UNO brauche die Schweiz nicht wegen der Repräsentativität oder aus finanziellen Gründen, erklärte Peter Hansen, Generalkommissar des Palästina-Hilfswerkes UNRWA. "Die UNO braucht die Schweiz, weil beide die gleiche ethische Weltsicht und die gleichen Ziele haben."

Der stellvertretende Flüchtlings-Hochkommissar Frederick D. Barton erklärte, ein UNO-Beitritt würde der Schweiz jenen Status in der Weltorganisation verschaffen, der auch ihrem Beitrag entspreche.

Stabübergabe Raedersdorf-Frisch

An der Jahreskonferenz übergab Charles Raedersdorf das Amt des Delegierten für Humanitäre Hilfe und Chefs des Katastrophenhilfekorps an seinen bisherigen Stellvertreter Toni Frisch. Raedersdorf habe es in seiner zwölfjährigen Amtszeit verstanden, die humanitäre Hilfe des Bundes den neuen Herausforderungen anzupassen, lobte Deiss den scheidenden SKH-Chef.

swissinfo und Agenturen


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