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FRANKFURT (awp international) - Der Chef des italienischen Energiekonzerns Enel , Fulvio Conti, hat vor Emotionen in der Atomdebatte gewarnt. "Wir müssen erst einmal alle Fakten aus Japan haben, um daraus Schlüsse zu ziehen", sagte Conti der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwoch). Unabhängig von der Kehrtwende Deutschlands in der Atompolitik halte Enel an seinen Kernkraftplänen fest und werde etwa seine Anlangen in der Slowakei zu Ende bauen. "Wir müssen alle Techniken der Energieerzeugung nutzen", sagte Conti. "Die italienische Regierung tut gut daran, an ihrem Programm für die Wiedereinführung der Kernkraft festzuhalten." Italien hatte 1987 nach einer Volksabstimmung seine Atomkraftwerke abgeschaltet, danach aber Strom aus den Atomländern Frankreich und der Schweiz importieren müssen.
Den Kritikern der Atomenergie warf Conti "mangelnde naturwissenschaftliche Kenntnisse" vor, dafür seien die Emotionen ein Zeichen. "Man identifiziert Unfälle in Kernkraftwerken mit Atombomben, und das ist einfach falsch." Zusammengenommen seien die Kernkraftwerke der Erde unter normalen Bedingungen für 14.000 Jahre in Betrieb gewesen, ohne dass es zu gravierenden Zwischenfällen gekommen wäre. "Dabei können wir den Fall Tschernobyl beiseite lassen." In Wirklichkeit habe es viel mehr Opfer mit konventioneller Energietechnik zu beklagen gegeben. Italien hätte etwa öfter schon Katastrophen mit eingestürzten Staudämmen erlebt, und es habe überall auch viele Opfer etwa in Bergwerken gegeben./enl/nmu/tw

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