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Berlin (awp/sda/dpa) - Die Tokyo Electric Power Company - kurz Tepco - ist der Betreiber der Unglücksreaktoren von Fukushima. Der Konzern ist Japan grösster Energie-Erzeuger und eines der grössten Unternehmen des Landes.
Das Unternehmen mit Hauptsitz in Tokio wurde 1951 gegründet und beschäftigt mittlerweile mehr als 38'000 Mitarbeiter. Knapp 260 Firmen gehören zum Tepco-Verbund. 2009 wurden nach Unternehmensangaben 280'000 Gigawattstunden Strom verkauft.
Fukushima ist das Herz von Japans Atomindustrie, hier gibt es insgesamt zehn Reaktoren. Das Unglücks-AKW Fukushima 1 hat sechs Meiler, die Anlage Fukushima 2 vier.
Störfälle und Vertuschungsaffären prägen die Geschichte der Anlagen 200 Kilometer nordöstlich von Tokio. So wurde kurz vor dem Erdbeben bekannt, dass im AKW Fukushima 1 insgesamt 33 Geräte und Maschinen nicht ordnungsgemäss überprüft wurden.
In dem von Tepco Ende Februar veröffentlichten Bericht war zudem von Mängeln bei der Inspektion der zwei anderen Atomanlagen des Konzerns die Rede: bei Fukushima 2 und in der Anlage Kashiwazaki-Kariwa an der Westküste Japans (7 Meiler).
Auch in den Jahren zuvor sorgte der Energiekonzern für negative Schlagzeilen in Fukushima. So schwappte nach einem Erdbeben im Juni 2008 radioaktives Wasser aus einem Becken, in dem verbrauchte Brennstäbe lagerten. 2006 trat radioaktiver Dampf aus einem Rohr, 2002 wurden Risse in Wasserrohren entdeckt.
Im Jahr 2000 musste ein Reaktor wegen eines Lochs in einem Brennstab abgeschaltet werden. 1997 und 1994 gab es ähnliche Vorfälle. Im September 2002 räumte Tepco zudem ein, Berichte über Schäden jahrelang gefälscht zu haben. Mehrere Manager traten zurück.
Einen grösseren Zwischenfall gab es auch im Juli 2007 nach einem Beben der Stärke 6,6 in der Atomanlage Kashiwazaki-Kariwa. Dort wurden als Folge der Erdstösse etwa 50 technische Defekte registriert, die Tepco zunächst nicht gemeldet hatte.

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