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Tokio (awp/sda/dpa/dapd) - Im Boden rund um das beschädigte Kernkraftwerk Fukushima sind Spuren von hochgiftigem Plutonium entdeckt worden. Das äusserst gefährliche Schwermetall sei an insgesamt fünf Stellen nachgewiesen worden, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo am Montag.
Dem Kraftwerksbetreiber Tepco zufolge stamme das Plutonium aus Brennstäben der Anlage, die bei dem schweren Erdbeben am 11. März und dem anschliessenden Tsunami schwerbeschädigt wurde. Aus welchem Block das Material stammt, ist noch nicht bekannt.
Tepco hatte zuvor Bodenproben vom Gelände der havarierten Anlage von unabhängigen Spezialisten auf das hochgiftige Plutonium untersuchen lassen. In Fukushima gilt Block 3 als besonders gefährlich, weil es sich bei dessen Brennelementen um Plutonium-Uran-Mischoxide (MOX) handelt.
Das radioaktive Plutonium verliert auch nach Tausenden von Jahren nichts von seiner Gefährlichkeit. Gerät der Stoff in den Körper, kann Krebs entstehen. Dringt Plutonium in Wunden ein, verbindet es sich mit Eiweissen des Blutplasmas und lagert sich in Leber und Knochenmark ab. Dort kann Plutonium Blutkrebs (Leukämie) auslösen.
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) will wegen der Atomkatastrophe in Japan die Sicherheitsvorkehrungen auf einer ranghoch besetzten Konferenz überprüfen. IAEA-Direktor Yukiya Amano sagte am Montag in Wien, ein möglicher Termin dafür könnte Ende Juni sein.
Es gehe darum, Lehren aus dem Desaster in Fukushima zu ziehen und die internationalen Vorkehrungen für solche Unfälle zu verbessern. Neben Experten würden die 151 IAEA-Mitglieder auch Regierungsvertreter zur Konferenz entsenden. Eine Präsenz auf politischer Ebene sei wegen der Schwere der Krise erforderlich.
mk

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