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Tokio (awp/sda/dpa/afp) - Die Lage in den sechs Reaktoren im havarierten AKW Fukushima hat sich nach Einschätzung des Betreibers Tepco verbessert. Trotzdem seien die Reaktoren 1 bis 4 noch nicht unter Kontrolle. Tepco will die vier havarierten Blöcke nicht wiederaufbauen, die japanische Regierung will alle sechs Reaktoren stilllegen.
"Wir haben keine andere Möglichkeit, als sie auszurangieren", sagte der kommissarische Tepco-Chef Tsunehisa Katsumata am Mittwoch in Tokio. Die Reaktorblöcke 1 bis 4 seien durch das Erdbeben vom 11. März so stark beschädigt, dass sie künftig für die Stromerzeugung unbrauchbar seien.
Katsumata hatte erst kurz zuvor die Firmenleitung bei Tepco übernommen, weil der bisherige Konzern-Chef Masataka Shimizu nach Medienberichten im Spital liegt. Die Blöcke 5 und 6 seien noch funktionsfähig. Ob sie später wieder Strom erzeugen können, solle geprüft werden.
Die japanische Regierung hingegen will alle sechs Reaktoren stilllegen. Dies teilte Regierungssprecher Yukio Edano am Mittwoch nach Berichten der Nachrichtenagentur Kyodo mit. Zudem ordnete die Regierung die Überprüfung der über 50 Atomreaktoren des Landes an.
Ein entsprechendes Schreiben richtete der Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie, Banri Kaieda, an die Chefs der neun regionalen Stromversorger sowie an zwei weitere AKW-Betreiber. Die abgeschalteten oder im Bau befindlichen Atomanlagen dürfen nicht ohne vorherige Kontrolle in Betrieb gehen.
Die südkoreanischen Behörden haben geringe Spuren radioaktiver Substanzen in Lebensmitteln aus Japan entdeckt. In 14 von 244 getesteten Produkten seien radioaktives Jod und Cäsium nachgewiesen worden, teilte die koreanische Nahrungs- und Arzneizulassungsbehörde in Seoul am Mittwoch mit.
Erstmals sind zudem in der Luft im Fernen Osten Russlands Spuren von radioaktivem Jod-131 aus Fukushima nachgewiesen worden. Die Konzentration war laut Behörden 100 Mal niedriger als die für Menschen verträgliche tägliche Dosis.

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