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Wien (awp/sda/dpa) - In dem havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi ist auch am Dienstag weiter radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer gepumpt worden. Die Massnahme sei leider unvermeidlich, sagte Regierungssprecher Yukio Edano bei einer Pressekonferenz.
Nur auf diese könne verhindert werden, dass sich noch stärker kontaminiertes Wasser ausbreite. "Wir verklappen radioaktives Wasser, und das tut uns sehr leid", sagte Edano.
Im Bemühen, das von einem Erdbeben schwer beschädigte Kraftwerk zu dekontaminieren, bat die japanische Regierung zudem Russland um die Bereitstellung eines Schiffes, das speziell für die Entsorgung atomarer Abfälle gerüstet ist.
Zuvor hatte die Internationale Atomenergiebehörde IAEA den Betreiber des japanischen Katastrophen-AKW in Fukushima wegen unzureichender Sicherheitsmassnahmen kritisiert. Tepco habe nicht genug Vorsorge betrieben, sagte der japanische IAEA-Chef Yukiya Amano am Montag in Wien.
"Rückblickend betrachtet waren die Massnahmen des Betreibers nicht ausreichend, um diesen Unfall zu verhindern", sagte Amano zum Auftakt der fünften Überprüfungskonferenz des Übereinkommens über nukleare Sicherheit.
Zudem forderte er eine Stärkung der nuklearen Sicherheit weltweit, um solche Atomunfälle künftig zu vermeiden. Die Sorgen von Millionen Menschen weltweit müssten ernst genommen werden. Damit änderte der Chef der UNO-Behörde, deren Aufgabe die friedliche Förderung der Atomenergie ist, seine ursprüngliche Haltung.
In seiner ersten Reaktion am 14. März hatte Amano noch kaum kontrollierbare Naturkräfte für den Unfall in Fukushima verantwortlich gemacht - und nicht etwa menschliches Versagen oder falsches Design. Das Kraftwerk wurde durch ein Erdbeben und einen Tsunami am 11. März beschädigt.
Die Konvention über nukleare Sicherheit wurde als Reaktion auf die Atomkatastrophe von Tschernobyl (1986) ausgearbeitet. Sie soll die nukleare Sicherheit weltweit verbessern. Alle 72 Staaten mit aktiven Atomkraftwerken haben sie unterzeichnet.
Die bisher öffentlich nur wenig beachtete Überprüfungskonferenz bildet ein erstes Forum für die Debatte um veränderte nukleare Sicherheitsstandards. Sie soll unter anderem im Juni bei einer Konferenz der 151 IAEA-Mitgliedsländer auf Regierungsebene fortgesetzt werden.
Die schon lange vor dem Nuklearunfall geplante Konferenz dauert bis zum 14. April. Konkrete, für die Öffentlichkeit ersichtliche Ergebnisse werden von dem Expertentreffen nicht erwartet.

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