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(Meldung durchgehend ergänzt)
Moskau (awp/sda/afp) - Aus Angst vor kontaminierten Lebensmitteln in Folge des Atomunfalls in Japan verhängen immer mehr Länder Importbeschränkungen für japanische Produkte. Nachdem die USA Beschränkungen beschlossen hatten, stoppten am Donnerstag unter anderem auch Russland und Australien den Import aus vier Regionen.
Wegen möglicher radioaktiver Belastung seien der Verkauf und die Verarbeitung von Nahrungsmitteln aus Regionen um das beschädigte AKW verboten worden, erklärte die russische Konsumentenschutzbehörde in Moskau. An der Grenze werde die Einfuhr ohne Strahlen-Tests gestoppt.
Auch Australien beschloss ein Einfuhrverbot für Nahrungsmittel aus der Akw-Region. Singapur und die Philippinen verhängten ebenfalls Importverbote, Kanada kündigte schärfere Kontrollen an.
Japan selbst hatte bereits die Ausfuhr bestimmter Lebensmittel aus mehreren Regionen gestoppt und für weitere Gegenden Kontrollen angekündigt.
Beim Blattgemüse Kukitachina stellte das japanische Gesundheitsministerium unterdessen 82'000 Becquerel radioaktiven Cäsiums fest - ein Wert, der die erlaubte Grenze um das 164-fache überschreitet. In zehn weiteren Gemüsesorten wurden ebenfalls erhöhte Wert gemessen.
"Die Frage nach der Lebensmittelsicherheit ist eine weitere Dimension der Katastrophe", hiess es in einer Erklärung dreier UNO-Organisationen. Es werde jegliche vorhandene Expertise aufgebracht, um Japan zu helfen, teilten die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA), die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) mit.
Mit Lebensmittelkontrollen, Strahlentests und der öffentlichen Bekanntgabe der Ergebnisse treffe Japan aber die richtigen Massnahmen.
Im Tokioter Leitungswasser wurden indes deutlich verbesserte Werte gemessen. Der Wert sei für Neugeborene nicht mehr gefährlich, sagte ein Stadtvertreter. Die Behörden hatten am Mittwoch davor gewarnt, das Leitungswasser zur Zubereitung von Babynahrung zu nutzen, da die Radioaktivität örtlich mehr als das Doppelte des Grenzwerts betrug.
Geschürt wurde die Angst in der Hauptstadt in der Nacht und am Morgen durch heftige Nachbeben, die die Bewohner daran erinnerten, dass ein Mega-Beben auch in Tokio seit Jahrzehnten als überfällig gilt.

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