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Jedes siebte Kind lebt in Armut

In einer Schulklasse mit rund 20 Kindern leben durchschnittlich 3 unter der Armutsgrenze. (Bild: ph-weingarten.de)

(swissinfo.ch)

Bundesrätin Ruth Dreifuss prangerte am Montag in Lausanne die Armut in den Familien an, die zunehmend auch Kinder treffe.

Es sei eine "beschämende wie schockierende Realität" geworden, dass jedes siebte Kind in der Schweiz in Armut aufwachse, obwohl seine Eltern erwerbstätig seien. Dies sagte Sozialministerin Ruth Dreifuss am Montag in Lausanne an einer Tagung der Städteinitiative "Ja zur sozialen Sicherung".

Die Städteinitiative bildet seit Anfang 2002 eine Fachorganisation des Schweizerischen Städteverbandes. Bereits 1995 hatten sich die Sozialvorstände grösserer Städte zusammengeschlossen.

Von zunächst 14 Mitgliedern ist die Plattform inzwischen auf über 40 Kommunen angewachsen - davon rund die Hälfte aus der Westschweiz.

Mehr Zusammenspiel von Familien- und Immigrationspolitik

Bis noch vor kurzer Zeit sei es in der Schweiz undenkbar gewesen, dass die Armut auch Kinder treffen könne, betonte Dreifuss in ihrem Referat.

Armut werde nicht nur weitervererbt. In armen Familien sei auch das Risiko grösser, mit Gewalt konfrontiert zu werden, erklärte die Sozialministerin weiter.

Working poors fänden sich zudem häufiger in der ausländischen Wohnbevölkerung. Familien- und Immigrationspolitik müssten deshalb stärker harmonisiert werden.

Familienpolitik vorantreiben

Der Präsident der Städteinitiative, der Winterthurer Sozialvorsteher Ernst Wohlwend, bekräftigte an einer Medienkonferenz die Postulate zur Familienpolitik, wie sie die Städteinitiative bereits im November 2001 verabschiedet hatte.

"Die Städte müssen die Kinder- und Familienarmut mit der Sozialhilfe auffangen. Dafür ist diese aber nicht gedacht. Wir setzen deshalb auf eine Familienpolitik, die Familien mit geringen Einkommen wirtschaftlich entlastet", sagte Wohlwend.

swissinfo und Agenturen


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