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NEW YORK (awp international) - Die Banken in Europa können nach Ansicht von JPMorgan-Chef Jamie Dimon Vorteile aus der härteren Regulierung in den USA ziehen. Im Interview mit dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe) kritisierte der derzeit wohl angesehenste Wall-Street-Banker vor allem die Einschränkungen im Wertpapierhandel: ?Die Bestimmungen zum Handelsgeschäft nach der Volcker-Regel sind zu scharf. Sehen Sie, wenn die Regeln in den USA härter werden auf diesem Feld, kann das unser Geschäft erschweren und das der europäischen Banken erleichtern?, sagte Dimon. ?Und ich garantiere Ihnen: Die Asiaten werden uns allen Marktanteile abnehmen?, fügte er hinzu.
Die Volcker-Rule ist nach dem ehemaligen US-Notenbankchef Paul Volcker benannt und schränkt die Möglichkeiten der US-Banken, an den Märkten eigenes Geld anzulegen und Hedge-Fonds zu betreiben, drastisch ein.
Zudem wehrte er sich gegen Bestrebungen, das Wachstum der Banken zu begrenzen. wir sind nicht ?too big to fail?. Jede Bank wird in Zukunft abgewickelt werden können. Das sieht das neue Regulierungsgesetz hier in den USA ja vor?, sagte er. Instituten wie JP Morgan oder der Deutschen Bank sollte es erlaubt sein, noch grösser zu werden. ?Wir werden sowohl in den USA als auch in Asien und anderswo wachsen. Jeden Tag eröffnen wird neue Filialen hier in den Staaten. Das Streben nach Wachstum ist ein Kernelement unseres Wirtschaftssystems, auch im Finanzsektor.?
Dimon sieht die Banken nicht als Alleinschuldige für die Finanzkrise an. ?Die Menschen glauben, dass alle Banker ihnen auf ewig dankbar sein müssen und sie an der Krise alleine Schuld waren. Aber das ist falsch?, sagte er. ?Alle Akteure haben eine Rolle gespielt: Die Finanzinstitute, die Politik, die Hypothekenfinanzierer, die Investoren und die Regulierer. Die Liste ist endlos lang.?
JP Morgan ist die als zweitgrösste US-Geschäftsbank so gut durch die Finanzkrise gekommen, wie kein anderer Konkurrent. Jamie Dimon gilt trotz der Meinungsverschiedenheiten zwischen ihm und US-Präsident Barack Obama in Sachen Regulierung als Vertrauter des mächtigsten Mannes der Welt. Dies macht ihn derzeit zu einer Art "Sprecher der Wall Street"./stk

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