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Jugendliche rauchen und trinken wieder weniger

"Flasche leer": In der Schweiz trinken Jugendliche wieder weniger Alkohol.

(Keystone)

11- bis 15 jährige Jugendliche in der Schweiz konsumieren weniger Alkohol und rauchen weniger als noch vor vier Jahren, wie aus der jüngsten Schülerbefragung hervorgeht.

Beim Konsum von Cannabis liegen die Zahlen wieder auf dem Niveau von 1998. Damit konnte der seit Jahren anhaltende Aufwärtstrend beim Kiffen gestoppt werden.

Zu den rückläufigen oder stagnierenden Tendenzen hätten auch die verstärkten Präventionsanstrengungen beigetragen, schrieb die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) zur am Dienstag publizierten Schülerstudie.

Rund ein Viertel der 15-jährigen Knaben und 17% der Mädchen gaben an, mindestens wöchentlich Alkohol zu konsumieren. Dies bedeutet einen massiven Rückgang im Vergleich zur Umfrage vor vier Jahren, als noch ein Drittel der Knaben und 21% der Mädchen dieser Altersgruppe wöchentlich Alkohol konsumierten.

10'000 rauchen täglich

Auch beim blauen Dunst ist die Entwicklung laut SFA erfreulich. So rauchten im Berichtsjahr rund 15% der 15-jährigen Knaben mindestens wöchentlich und 10% täglich. Vor vier Jahren hatten noch über 23% wöchentlich und über 16% täglich zum Glimmstängel gegriffen.

Bei den Mädchen sank das wöchentliche Rauchen von gut 23 auf knapp 15%, das tägliche von knapp 16 auf noch 10%. Trotz dieser positiven Tendenz greifen aber laut SFA immer noch rund 10'000 Knaben und Mädchen im Alter von 15 Jahren täglich zur Zigarette.

Beim Cannabis-Konsum konnte laut SFA der Aufwärtstrend gestoppt werden: Im Jahr 2006 gaben 34% der 15-jährigen Knaben und 27% der gleichaltrigen Mädchen an, schon einmal Cannabis ausprobiert zu haben. Vier Jahre zuvor waren es 46% der Knaben und 37% der Mädchen gewesen.

Laut SFA liegen die aktuellen Cannabiskonsumraten wieder etwa auf der Höhe von 1998, womit der seit 1986 stetig steigende Konsumtrend gestoppt sei.

Öffentliche Thematisierung wirkt

Die Gründe für den Konsumrückgang sind laut SFA vielfältig und je nach Substanz unterschiedlich. Beim Rauchen wirke die verstärkte Sensibilisierung durch Präventionskampagnen und die breite Debatte zum Passivrauchen.

Auch das Rauschtrinken der Jugendlichen sei in Öffentlichkeit, Medien und Politik stark thematisiert worden. Beim Cannabis schliesslich habe nach jahrelanger Banalisierung die Diskussion über die Gefahren wieder eingesetzt.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) befragte im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit 9800 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 11 und 15 Jahren. Dies in 591 Klassen in der ganzen Schweiz.

Die Studie wird alle vier Jahre durchgeführt und ist repräsentativ für die ganze Schweiz.

Auf internationaler Ebene wird die HSBC-Studie (Health Behaviour in School-aged Children) in 41 Ländern durchgeführt. Sie steht unter der Schirmherrschaft der WHO.

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