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Zürich (awp) - Die auf das Private Banking spezialisierte Julius Bär-Gruppe bekam im vergangen Geschäftsjahr den starken Schweizer Franken zu spüren. Die starke Heimwährung belastete nicht nur die Vermögensbasis, sondern hinterliess auch bei der Profitabilität ihre Spuren. Dennoch konnte die Bank beim Reingewinn auf adjustierter Basis zulegen. Stark präsentierte sich zudem der Neugeldzufluss, der über den Markterwartungen lag. Freuen dürfen sich die Anleger zudem über eine substanzielle Dividendenerhöhung sowie über ein Aktienrückkaufprogramm. Entsprechend notiert das Papier deutlich im Plus.
Trotz dem weiterhin anspruchsvollen Umfeld für die Branche zeigte sich die Bankführung am Montag in Zürich vor Medien und Analysten anlässlich der Präsentation der Zahlen zum Geschäftsjahr 2010 zufrieden mit dem Erreichten. Obwohl die Resultate durch die Frankenstärke beeinträchtigt worden seien, habe Bär ein "erfreuliches finanzielles Ergebnis" erzielt, gab CEO Boris Collardi zu Protokoll.
Vor diesem Hintergrund will die Gruppe ihren Aktionären eine um 50% angehobene Dividende von 0,60 CHF pro Namenaktie ausschütten. Zusätzlich profitieren die Inhaber von einem Aktienrückkaufprogramm im Umfang von maximal 500 Mio CHF bis 2012.
WEITERHIN ÜBERNAHMEN AUF DER AGENDA
Das Wachstum der Gruppe soll durch die verstärkte Kapitalrückführung an die Aktionäre nicht beeinträchtigt werden. So will die Gruppe auch künftig nicht nur organisch wachsen, sondern auch durch Übernahmen. Es gebe weiterhin interessante Akquisitionsmöglichkeiten im Markt, erklärte dazu das Management. Dabei stünden vor allem die Märkte Schweiz, Deutschland und Italien, sowie Asien und Brasilien im Fokus des Interesses.
Angepeilt ist zudem ein weiterer Ausbau des Beraterteams. Geplant sei 2011 netto 40 bis 50 neue Kundenberater zu engagieren, so Collardi. Auch der Eintritt in neue Märkte wie Brasilien wird geprüft.
MANAGEMENT ZEIGT SICH BEZÜGLICH NEUGELD FÜR 2011 ZUVERSICHTLICH - STARKER FRANKEN BELASTET VERMÖGENSBASIS
Zuversichtlich zeigte sich die Bankführung zudem bezüglich Neugeldzufluss im laufenden Geschäftsjahr. Er hoffe, dass sich der Zufluss im 2011 auf einem ähnlichen Niveau bewegen werde, wie im zweiten Halbjahr 2010, meinte Collardi. Positiv für 2011 stimme ihn zudem der steigende Risikoappetit der Kunden.
Im vergangenen Jahr zog das Institut insgesamt 8,8 Mrd CHF Neugeld an, wovon 5,5 Mrd CHF auf das zweite Halbjahr 2010 entfielen. Damit lag der Zufluss am oberen Ende des von der Bank angepeilten Zielbereichs zwischen 4 und 6% Neugeld pro Jahr und auch über den Markterwartungen. Verantwortlich dafür waren insbesondere starke Neugeldzuflüsse aus den Wachstumsmärkten sowie aus dem Onshore-Geschäft in Deutschland, hiess es.
Mit dem Neugeld konnten die negativen Effekte durch die Währungsentwicklung von total 14,3 Mrd CHF jedoch nicht aufgewogen werden. Zusammen mit der positiven Marktperformance sowie durch die zusätzlichen Assets durch die ING-Übernahme resultierte unter dem Strich aber dennoch ein Anstieg der verwalteten Kundengelder auf 169,7 Mrd CHF per Jahresende gegenüber 166,1 Mrd CHF zur Jahresmitte.
KOSTEN STEIGEN SCHNELLER ALS ERTRÄGE
Auf operativer Stufe stiegen im vergangenen Geschäftsjahr die Kosten mit +16,2% schneller als die Erträge mit +13,1%. Dennoch konnte die Bank 2010 auf adjustierter Basis mit 504 Mio CHF rund 6,5% mehr Gewinn einstreichen als noch im 2009. Angesichts der Frankenstärke sowie dem Rückgang der Bruttomarge verschlechterte sich aber die Cost/Income Ratio auf 65,4% nach 63,1% im Vorjahr.
Gemäss Aussagen des Bankmanagements ist auch im laufenden Geschäftsjahr mit Gegenwind durch den starken Franken zu rechnen. Es werde daher nicht ganz einfach, um in den Zielbereich einer Cost/Income-Ratio zwischen 60% und 64% zu kommen, so die Bankführung.
AKTIE REAGIERT POSITIV AUF PRÄSENTIERTE ZAHLEN
Die Investoren reagieren auf die Zahlen mit Zukäufen. So gewinnt das Papier am Montag bis gegen 15.00 Uhr rund 2,8% auf 44,76 CHF, während der Gesamtmarkt gemessen am SMI lediglich 0,4% zulegt. Mehrheitlich als solide beurteilen die Analysten das ausgewiesene Zahlenset. Positiv herausgestrichen werden insbesondere die Neugeldzuflüsse sowie die erhöhte Dividende und der Aktienrückkauf.
pf/ps

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