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Interlaken (awp) - Die Jungfraubahn-Gruppe hat im ersten Semester des laufenden Geschäftsjahres 2010 sowohl den Betriebsertrag als auch den Gewinn gesteigert. Die erfreulichen Ergebnisse beruhen einerseits auf einem starken Wintersportgeschäft und andererseits auf dem wesentlich stärkeren Gruppenreisegeschäft, wie das Bahnunternehmen am Dienstag mitteilte.
Der aktuell starke Franken bringt derweil gewisse Probleme mit sich - das sei derzeit allgemein in der Tourismusbranche festzustellen, sagte ein Sprecher auf Anfrage zu AWP. Vor allem in Bezug auf die Euro-Länder stelle die Währungsaufwertung eine Herausforderung dar. Für die asiatischen Gäste sei die Lage derzeit allerdings sehr günstig.
GEWINN GESTEIGERT - GRUPPENGESCHÄFT AUF NIVEAU 2008
Der Betriebsertrag stieg um knapp 3% auf 67,3 Mio CHF. Das Betriebsergebnis (EBIT) legte auf 11,4 (VJ 10,9) Mio CHF zu, was einer EBIT-Marge von 16,9% entspricht. Der Reingewinn nahm um 9,5% auf 9,0 Mio CHF zu - damit sei das Rekordergebnis von 2008 egalisiert worden, heisst es.
Auch das Gruppenreisegeschäft erholte sich spürbar. Mit einem Anstieg der Erträge um 16,8% wurde wieder das Niveau von 2008 erreicht. Die Lage habe sich in den meisten Quellmärkten normalisiert. Das Geschäft mit Einzelreisenden aus dem Heimmarkt sei erwartungsgemäss etwas schwächer ausgefallen. Hier seien weniger preismindernde Aktionen lanciert worden.
VULKAN BREMST AUSFLÜGE AUF JUNGFRAUJOCH
Im ersten Halbjahr besuchten 265'100 Gäste das Premium-Ausflugsziel Jungfraujoch - Top of Europe, das waren 3'700 Gäste weniger als 2009. Allein die Einschränkungen im Flugverkehr durch den Vulkanausbruch in Island hätten zu Stornierungen von 20'000 Besuchen geführt. Ohne diesen extern bedingten Einbruch hätte das letzte Jahr übertroffen werden können, so der Bahnbetreiber. Dank höherer Durchschnittserträge konnte aber ein Umsatzwachstum erreicht werden.
Das Wintersportgeschäft habe die Erwartungen erfüllt. Einem etwas harzigen Saisonstart Ende 2009 folgten sehr gut ausgelastete Wintersportmonate Januar bis April. Hier sei ein um 0,9 Mio CHF höherer Ertrag erzielt worden als im Vorjahr. Dieses Ergebnis sei auch dem neuen Sessellift Eigernordwand zu verdanken.
Hingegen gab es an der Firstbahn einen Frequenzrückgang. Dieser sei vor allem auf das schwächere Wintersportergebnis in diesem Gebiet zurückzuführen. Die Mürrenbahn habe im ersten Quartal sehr gute Frequenzen verzeichnet, anschliessend dann aber unter den misslichen Witterungsbedingungen im Mai gelitten. Ebenso erging es der Harderbahn. Im Juni hätten aber alle drei Erlebnisberge sowohl im Vorjahres- wie auch im Fünfjahresvergleich positiv abgeschnitten.
INVESTITIONEN GEPLANT - JUBILÄUM STEHT AN
Zahlreiche Investitionsprojekte sind geplant oder bereits in der Durchführung. Bereits in der kommenden Wintersaison gebe es im Gebiet Kleine Scheidegg eine beschneite Talabfahrt nach Grindelwald. Für 2012 sei der Bau einer 6er Sesselliftbahn als Ersatz für den bestehenden 2-er Lift bereits eingeleitet. Die Gondelbahn Grindelwald-First soll neue Gondeln erhalten.
Auch die Planungen für das Jubiläum "100 Jahre Jungfraubahn" im Jahr 2012 seien weit fortgeschritten. Zahlreiche Aktivitäten sollen dazu beitragen, dass dieses Jubiläum weltweit wahrgenommen wird und somit zu markanten Nachfragesteigerungen führt.
AUSBLICK POSITIV - ANALYST POSITIV
Mit Blick auf die weitere Entwicklung zeigt sich das Bahnunternehmen zuversichtlich. Im Juli und August seien die Frequenzen auf dem Jungfraujoch - Top of Europe gestiegen und lagen um 7% über dem Vorjahr. Ein wesentlicher Teil dieser Steigerungen sei auf die "Rückkehr" der asiatischen Reisegruppen zurückzuführen. Die Buchungen für die Herbstsaison stimmten zuversichtlich, so das Unternehmen.
Die Aktie konnte sich allerdings nur im frühen Handel gegen den negativen Gesamtmarkt stemmen und bis auf 52,50 CHF steigen. Am späten Vormittag standen dann Verluste von rund 1% auf 51,00 CHF zu Buche. Vontobel-Analyst Serge Rotzer war dennoch zufrieden mit den Zahlen.
dm/ra

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