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KAIRO (awp international) - Die für diesen Dienstag angekündigte Wiedereröffnung der ägyptischen Börse ist erneut verschoben worden. Ägyptische Medien berichteten, die Börsenaufsicht habe diesen Schritt damit begründet, dass man erst die Liste der korrupten Ex-Funktionäre aktualisieren wolle, deren Vermögenswerte konfisziert werden sollen. Ausserdem wolle man den Inhabern kleinerer Firmen, die während der Unruhen materielle Verluste erlitten hatten und vom Staat noch Kompensationszahlungen erhalten, Zeit geben, dieses Geld zu kassieren.
Die ägyptische Börse ist seit dem 30. Januar geschlossen. Die Entscheidung, die schon mehrfach angekündigte Öffnung nun erneut zu verschieben, sorgte dafür, dass der Kurs des ägyptischen Pfundes am Dienstag stabil blieb. Für ein Pfund erhielt man am Dienstag bei den Banken 8,07 Euro.
Am Vortag hatte das Ministerium für Handel und Industrie die Ausfuhr von Gold verboten. Diese Massnahme soll bis zum 30. Juni gelten. Dadurch soll verhindert werden, dass korrupte Funktionäre und Günstlinge aus der Ära des inzwischen gestürzten Präsidenten Husni Mubarak unrechtmässig erworbenes Vermögen ins Ausland bringen. Die Börse teilte mit, ihr Vorsitzender Ziad Bahaeddin habe seinen Rücktritt eingereicht. Ministerpräsident Ahmed Schafik habe den Rücktritt akzeptiert und Aschraf al-Scharkawi, den stellvertretenden Vorsitzenden der ägyptischen Finanzaufsichtsbehörde, zum neuen Börsenchef bestimmt./abc/DP/wiz1

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