Kaum Lehrermangel

In der Schweiz herrscht kein Mangel an Nachfolgerinnen und Nachfolgern Pestalozzis. Keystone

Punkto Lehrermangel herrsche in der Schweiz nicht Notstand, wohl aber Handlungsbedarf. Zu diesem Schluss kommt die EDK.

Dieser Inhalt wurde am 28. November 2001 - 15:37 publiziert

Die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren EDK (die Schulen sind in der Schweiz kantonal), hat eine gesamtschweizerische Umfrage gestartet um den Lehrermangel in der Schweiz abzuklären.

Insgesamt 64'000 Vollzeitstellen in der Schweiz und im Fürstentum Lichtenstein wurden in der Umfrage berücksichtigt. Für rund 200 dieser Stellen (0,3%) mussten zu Beginn des Schuljahres Übergangs-Lösungen gefunden werden. Das heisst, dass praktisch alle Lehrerstellen besetzt sind.

Geographische Unterschiede

Die Hälfte der Übergangslösungen, der nicht "normal" besetzten Stellen entfallen auf die Volksschulstufe und die Sonderklassen. An Diplom-Mittelschulen und Gymnasien sind praktisch alle Stellen besetzt.

In der Romandie, im Tessin und in den bevölkerungs-schwachen Kantonen gab es keine Probleme, die Lehrerstellen zu besetzten.

Langfristig mehr Lehrerinnen und Lehrer

Obwohl die bei der Stellenbesetzung entstandenen Probleme aufgefangen wurden, bestünde an den Schulen aber weiterhin ein langfristiger Bedarf nach mehr Personal. Die EDK hat deshalb im Juni dieses Jahres eine Task Force eingesetzt. Diese befasst sich mit der Stärkung des Berufsbildes, neuen Rekrutierungs-Strategien und einer Image-Kampagne. In 17 Kantonen sind Arbeitsgruppen ebenfalls in diesem Bereich tätig.

In der Regel haben die Schulen in Zeiten der Hochkonjunktur mehr Probleme alle Stellen mit Lehrerinnen und Lehrern zu besetzten. Da in der Schweiz derzeit die Konjunktur abflacht, dürfte sich das Problem mit den Lehrerstellen an den Schulen wohl von selbst lösen.

swissinfo und Agenturen

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