Keckeis setzt sich für Schmid ein

Der frühere Armeechef Christophe Keckeis gesteht eigene Fehler bei der Auswahl seines Nachfolgers Roland Nef ein und stärkt dem angeschlagenen Verteidigungsminister Samuel Schmid den Rücken.

Dieser Inhalt wurde am 11. August 2008 - 08:34 publiziert

Er habe zwar vom laufenden Strafverfahren gewusst, sei aber davon ausgegangen, dass dieses im weiteren Selektionsverfahren genauer untersucht werde. Auch Schmid sei zu wenig präzise informiert gewesen, sagte Keckeis.

Von Sexinseraten, die Nef im Namen seiner Ex-Partnerin geschaltet haben soll, habe er jedoch nichts gewusst, sagte Keckeis. Weder er noch Schmid hätten ihre Stimme Nef gegeben, wäre dieser Verdacht bekannt gewesen.

Zwar sei die Angelegenheit als Privatsache anzusehen, aber Leute in Nefs Position müssten ein beispielhaftes Privatleben führen. Trotz Nefs brillanter Arbeit sei deshalb ein Rücktritt wohl unausweichlich.

Bundesrat Schmid habe keine Führungsschwäche, kenne die Dossiers perfekt, sei jedoch kein herausragender Kommunikator, so Keckeis weiter.

Er ortet das Problem bei der Schweizerischen Volkspartei (SVP), die eine Kampagne gegen ihr ehemaliges Mitglied Schmid führe. Die Armee dürfe nicht derart geschwächt werden.

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