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Kein Fleisch mehr aus Irland und Niederlanden

Die scharfen Kontrollen in Irland reichen den Schweizer Behörden nicht - für Fleisch gilt ein Import-Stopp.

(Keystone)

Die Schweiz hat dem Import von Fleisch aus Irland und den Niederlanden verboten. In diesen beiden Ländern waren in den vergangenen Tagen Fälle von Maul- und Klauenseuche (MKS) bekannt geworden. In der EU gibt es weiterhin keine Massen-Impfungen, die Impfung ist jedoch begrenzt zur Seuchen-Bekämpfung zugelassen.

Mit dem Importverbot will das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) sicherstellen, dass im Handelsverkehr kein Fleisch aus diesen beiden Ländern in die Schweiz gelangt.

Der Anteil von Irland und Holland am Fleischimport in der Schweiz sei jedoch gering, sagte Hans Wyss vom BVET. Aus Irland habe die Schweiz bisher lediglich Lammfleisch eingeführt, aus den Niederlanden nur Kalbfleisch.

Als Vorsichtsmassnahme gegen MKS hat die Schweiz bereits den Import von Fleisch aus Grossbritannien sowie lebenden Tieren aus der gesamten Europäischen Union gestoppt. Zudem darf kein Fleisch aus Argentinien mehr eingeführt werden.

EU erlaubt begrenzt Impfungen

Im Kampf gegen die Maul- und Klauenseuche hat die Europäische Union erstmals örtlich begrenzte Notimpfungen in den Niederlanden erlaubt. Die EU-Veterinäre fassten den Entscheid am Freitag (23.03.) nach achtstündiger Diskussion.

Eine Sprecherin der EU-Kommission betonte, grundsätzlich müssten alle Tiere innerhalb einer Sperrzone getötet werden. Handle es sich dabei aber um so viele Tiere, dass das Tötungsprogramm wegen Kapazitätsengpässen länger als fünf bis zehn Tage daure, dann seien womöglich Impfungen innerhalb der Zone angezeigt.

Es gehe dabei also um die Impfung von Tieren, die sowieso zum Töten bestimmt seien. Ziel sei die Ausrottung der Krankheit, betonte die Sprecherin. Dafür sei das Töten aller möglicherweise infizierten Tiere das beste Mittel.

Keine Massenimpfung

Weiterhin tabu sind vorbeugende Massenimpfungen. In diesem Fall verlöre die gesamte EU ihren Status als seuchenfrei - und das würde weitere Exportverluste nach sich ziehen.

Grossbritannien schlägt Alarm

In Grossbritannien wird inzwischen eine explosionsartige Ausdehnung der Seuche erwartet. Experten des Agrarministeriums rechnen damit, dass die Zahl der Seuchenfälle von derzeit rund 500 bis Juni auf "mehr als 4'000" ansteigen wird.

swissinfo und Agenuren

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