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Kein Traumstart für Nationaltrainer Trossero

Nur knapp an einer Niederlage vorbei... Auch E. Trossero war vom Spiel der Schweizer alles andere als begeistert. Keystone

Der Einstand von Enzo Trossero als neuer Coach der Schweizer Nationalmannschaft ist nur halbwegs geglückt. Das taktisch umgestellte Team des Argentiniers erreichte vor 6’000 Zuschauern in St. Gallen gegen Griechenland "nur" ein 2:2 (Halbzeitstand 1:2).

Dieser Inhalt wurde am 16. August 2000 - 22:34 publiziert

Hakan Yakin verhinderte mit einem Kopfstoss (79.) zum Ausgleich den totalen Fehlstart unter Trossero.

Schwache Leistung nach gutem Start

Die Schweiz gelangte wunschgemäss schon früh in Führung. Comisetti profitierte nach einer Sesa-Flanke von einem Abwehrfehler in der Hintermannschaft der Griechen und brachte die Schweiz in der 14. Minute mit seinem vierten Länderspiel-Tor in Führung.

Doch innert vier Minuten bestraften die Griechen die offene und fehlerhafte Schweizer Hintermannschaft mit zwei Gegentoren. Nach einem Torhüter-Fehler von Zuberbühler, der einen Freistoss von Georgatis
unterlief, köpfelte Ouzounidis (20. Minute) zum 1:1 ein, und wenig später war niemand für Georgiadis zuständig, der das 1:2 (23. Minute) bewerkstelligte.

Glücklicher Ausgleich

In der zweiten Halbzeit stellte die Schweiz wieder auf das gewohnte 4-4-2-System um, doch die am Ball geschickteren Griechen standen dem 1:3 näher als die Schweizer dem Ausgleich. Dieser gelang den Einheimischen dennoch. Hakan Yakin verwertete mit dem Kopf ein Freistoss-Zuspiel des eingewechselten Esposito zum 2:2.

Das Remis schmeichelt den Schützlingen von Enzo Trossero, der insgesamt 18 Spieler einsetzte und wohl zahlreiche Schlüsse aus dem einzigen Test vor Beginn der WM-Qualifikation ziehen konnte. So hat Trossero seine Übung mit drei Chefs in der Abwehr schon in der Halbzeit abgebrochen und umgestellt.

Auch Sforza vermochte als “hängende Spitze” nicht recht zu überzeugen. Auffallend war im neuen Dispositiv das mangelnde Spielverständnis, die Lücken in der Zonendeckung und die fehlenden Automatismen, was aufgrund der nur dreitägigen Vorbereitung allerdings nicht erstaunen konnte.

Im gewohnten 4-4-2-System spielte die Schweiz gegen die agilen Griechen nicht berauschend, aber besser. Und gegen Spielschluss vermochten sie sich doch noch zu steigern und die Niederlage abzuwenden.

Fazit des ersten Spiels der Schweizer Nati unter Trossero: Zweieinhalb Wochen vor dem Start zur WM-Ausscheidung gegen Russland wartet auf den neuen Coach und sein Team noch viel Arbeit.

swissinfo und Agenturen

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