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Keine untragbaren Risiken mehr

Unfälle mit Bahngütern bergen grosse Gefahren für die Umwelt.

(Keystone)

Gefährliche Transporte auf der Schiene sollen sicherer werden. Die notwendigen Investitionen kosten die SBB 7 Mio. Franken.

Mit den Massnahmen wollen der Bund, die SBB und die chemische Industrie gefährliche Gütertransporte auf der Schiene sicherer machen.

In der Schweiz gibt es noch 34 Kilometer Schiene, vor allem in den Regionen Basel und Zürich, wo grosse Mengen von Gefahrengut durch dicht besiedeltes Gebiet transportiert werden.

Die freiwillige Vereinbarung hat zum Ziel, das dort als untragbar eingeschätzte Risiko auf dem Schienennetz bis 2010 zu eliminieren. "Absolute Sicherheit gibt es aber nicht", sagte der Vorsitzende der SBB-Geschäftsleitung, Benedikt Weibel.

Diverse Massnahmen

Die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls sei dort zwar gering, das Schadenpotenzial für Mensch und Tier aber hoch. Dieses Risiko soll über folgende Massnahmen reduziert werden: Die chemische Industrie verzichtet ab dem 1. Januar 2003 auf den regelmässigen Binnentransport von Chlor in Kesselwagen.

Ebenfalls ab dem 1. Januar 2003 rüsten die SBB 623 Kesselwagen mit Entgleisungs-Detektoren aus.

Die beiden toxischen Gase Chlor und Schwefeldioxid dürfen ab Anfang 2006 nur unter verschärften Voraussetzungen transportiert werden, ab 2010 sind nur noch spezielle Kesselwagen zugelassen. Die Praxis, das äusserst giftige Phosgen nur noch in Kleinmengen zu transportieren, soll gesetzlich verankert werden.

Weiter sieht die Vereinbarung einen Kontrollmechanismus sowie Sanktions-Massnahmen vor. Das Verkehrsdepartement UVEK setzt sich dafür ein, dass diese Massnahmen auch international zur Norm werden.

Lehren aus "Lausanne"

Weiter sieht die Vereinbarung einen Kontrollmechanismus sowie Sanktions-Massnahmen vor. Das UVEK setzt sich dafür ein, dass diese Massnahmen auch international zur Norm werden.

Über eine Mengenbeschränkung soll dafür gesorgt werden, dass der Transport nicht auf die Strasse ausweicht. Die Unterzeichnung der freiwilligen Erklärung erfolgte fast genau acht Jahre nach dem Unfall im Bahnhof von Lausanne, wo
nach einer Entgleisung aus zwei Wagen hoch explosive und leicht entzündbare Chemikalien ausgelaufen waren. 3000 Menschen in der Umgebung des Bahnhof mussten evakuiert werden.

swissinfo und Agenturen

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