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KlöCo bestätigt Prognose - Im zweiten Halbjahr Druck auf Preise erwartet

Dieser Inhalt wurde am 26. Mai 2010 - 13:54 publiziert

DUISBURG (awp international) - Der Stahlhändler Klöckner & Co (KlöCo) hat seine zuletzt angehobene Prognose trotz eines zu erwartenden Preisdrucks in der zweiten Jahreshälfte bestätigt. Dank eines zuletzt höheren Preisniveaus und der jüngsten Zukäufe werde der Umsatz in diesem Jahr um ein Viertel steigen und das operative Ergebnis (EBITDA) positiv ausfallen, sagte Klöco-Chef Gisbert Rühl am Mittwoch bei der Hauptversammlung laut Redemanuskript und wiederholte damit seine Aussagen von Mitte Mai.
Weiterhin nimmt sich das Unternehmen im kommenden Jahr eine EBITDA-Marke von mehr als 6 Prozent vor. 2010 reiche die Mengenentwicklung für dieses Ziel noch nicht aus. "Ein deutliches Anziehen des realen Stahlverbrauchs erwarten wir in diesem Jahr nach wie vor noch nicht, auch wenn die Erholung der Automobilindustrie sowie des Maschinen- und Anlagenbaus derzeit schneller voranschreitet als erwartet", sagte Rühl. Für die Automobilindustrie bestehe aber weiterhin das Risiko rückläufiger Produktionsmengen in der zweiten Jahreshälfte. Bei der Bauindustrie gebe es noch keine echten Erholungstendenzen.
Das zweite Quartal werde aufgrund der aktuellen Preis- und Mengensteigerungen besser als das ersten Quartal ausfallen. KlöCo hatte in den ersten drei Monaten 29 Millionen Euro Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erzielt.
Für den weiteren Jahresverlauf geht das Unternehmen aber davon aus, dass die Preise wegen der wieder hochgefahrenen Produktionskapazitäten zunehmend unter Druck geraten. Voraussagen für das zweite Halbjahr würden durch diese Entwicklung erschwert. Rühl zufolge steht der weltweit wieder steigenden Stahlproduktion keine entsprechende Nachfrage gegenüber. Daher seien Überkapazitäten zu erwarten. "Für Langprodukte zeichnet sich diese Entwicklung auch aufgrund nachlassender Schrottpreise bereits jetzt ab, für Flachprodukte erwarten wir hingegen Abschwächungen erst im dritten Quartal", sagte Rühl. Ähnlich hatte er sich bereits am Vortag in einem Zeitungsinterview geäussert./nmu/she/wiz

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