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KOF: Konjunktur erholt sich

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich gemäss KOF durchaus optimistisch.

(Les prévisions du FMI concernant le marché du travail en Suisse sont plutôt optimistes.)

Die Konjunktur in der Schweiz wird in den kommenden Monaten zunehmend an Schwung gewinnen. Für 2003 sagen die KOF-Forscher eine deutliche Erholung voraus.

Das reale Bruttoinlandprodukt werde dieses Jahr um 1,2 Prozent zunehmen und sich nächstes Jahr auf 2,1 Prozent beschleunigen, sagte Bernd Schips, Leiter der Konjunktur-Forschungsstelle (KOF) der ETH Zürich, am Donnerstag vor den Medien.

Revision der Herbstzahlen

Die KOF ist damit etwas optimistischer als das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco), das am Mittwoch BIP-Prognosen von 1,0 respektive 2,0 Prozent bekannt gegeben hatte. Im Vergleich zur letzten Prognose im Herbst 2001 hat die KOF ihre Prognosen für dieses Jahr aber nach unten revidiert. Damals war sie noch von einem Wachstum von 1,7 Prozent ausgegangen.

Wachstums-Impulse würden in diesem Jahr vom Konsum und im nächsten Jahr von den Exporten ausgehen, sagte Schips. Die Exporte von Waren und auch der Tourismus sollten im laufenden Jahr um 1,4 und im nächsten Jahr um 5,5 Prozent zunehmen.

Leere Lager

Zudem müssten die Unternehmen ihre Lager, die sie im letzten Jahr kräftig abgebaut hatten, jetzt wieder auffüllen. Eine wichtige Rolle spielt auch die Konjunktur-Lokomotive USA, die in diesem Jahr gemäss KOF wieder Richtung Wachstum fahren wird.

Nur sehr schwache Impulse erwartet Schips hingegen vom Staat. Der Bund habe in diesem und im kommenden Jahr mit Defiziten zu kämpfen, und die Überschüsse der Kantone und Gemeinden würden sich durch die vorgesehenen Senkungen der Steuersätze abschwächen. Der fiskalpolitische Beitrag zum BIP werde 2002 schwach positiv und 2003 sogar leicht negativ sein.

Arbeitslosenquote nimmt ab

Auch bei der Einschätzung der Arbeitsmarkt-Entwicklung ist die KOF optimistischer als das seco. Die KOF erwartet für 2002 eine Arbeitslosenquote von 2,1 Prozent und für 2003 von 1,4 Prozent. Das seco rechnet für beide Jahre mit einer Quote von 2,5 Prozent.

Im letzten Jahr hatte sich das Angebot an Arbeitskräften wegen der guten Konjunktur der Vorjahre stärker erhöht, als die KOF erwartet hatte, sagt Schips. Auch dieses Jahr hänge die Höhe der Arbeitslosigkeit vom Arbeitsangebot ab, das in diesem Jahr geringer als in den Vorjahren zunehmen werde.

Preisstabilität gesichert

Wie das seco erwartet auch die KOF kaum einen Teuerungsdruck. Die Preisstabilität mit der Obergrenze von 2 Prozent sei nicht gefährdet, sagte Schips. Die KOF sieht die mittlere Jahresteuerung für 2002 bei 0,8 Prozent und für 2003 bei 1,2 Prozent. Einen preisdämpfenden Effekt hätten die Rohölpreise, was sich aber in der zweiten Jahreshälfte ändere, sagte Schips.

Abwarten der Nationalbank

Die Schweizerische Nationalbank dürfte ihren derzeitigen Kurs in der Geldpolitik bei einem relativ stabilen Frankenkurs noch einige Zeit beibehalten. Erst bei klaren Signalen eines Konjunktur-Aufschwungs werde sie die Geldzügel anziehen, sagte Schips.

Die kurzfristigen Zinssätze dürften damit in diesem Jahr tief bleiben und auch noch 2003 rund einen halben Prozentpunkt unter dem Mittel der letzten 20 Jahre liegen. Der Zinsbonus der Schweiz gegenüber dem Europäischen Währungsraum werde erhalten bleiben.

Leichte Abschwächung des Frankens

Die Hypothekarzinsen werden nach Ansicht der KOF bis Herbst 2002 in etwa auf dem aktuellen Niveau bleiben und dann bis Ende 2003 sukzessive auf 4,5 Prozent ansteigen. Der Franken werde sich gegenüber dem Euro kurzfristig noch etwas aufwerten, bis Ende 2003 aber leicht abwerten.

swissinfo und Agenturen


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