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Dierikon (awp) - Komax hat im ersten Halbjahr 2010 Umsatz und Bestellungseingang klar verbessert und wieder in die Gewinnzone zurückgefunden. Dabei profitierte das Unternehmen von einem verbesserten konjunkturellen Umfeld und von einer Erholung des Geschäfts im Bereich Wire. Für den weiteren Geschäftsverlauf äussert sich der Hersteller von Kabelverarbeitungsmaschinen zuversichtlicher als in der Vergangenheit und erwartet ein gutes zweites Halbjahr.
Der Reingewinn erreichte im ersten Halbjahr 8,6 Mio CHF, nach einem Vorjahresverlust von 11,0 Mio. Durch die schnelle Gesundung des Geschäfts im Bereich Wire und getrieben von einer starken Erholung der Automobilindustrie, aber auch der anderen Märkte, habe die Gruppe die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft, teilte Komax am Dienstag mit.
Der ausgewiesene Gewinn vermochte die Erwartungen der Analysten von durchschnittlich 9,1 Mio CHF indes nicht ganz zu treffen.
Der Umsatz erhöhte sich um 53% auf 157,3 Mio CHF. Der EBIT kam bei 12,3 Mio CHF zu liegen, nach einem Vorjahresverlust von 13,0 Mio. Damit erfüllte Komax die Anfang Mai gemachte Aussagen, als die Gruppe mit einer positiven Gewinnwarnung einen Umsatz von rund 150 Mio CHF und eine EBIT-Marge von rund 8% in Aussicht stellte.
Der Bestellungseingang hat sich in der Berichtsperiode mehr als verdoppelt auf 168,5 (82,7) Mio CHF.
Das konjunkturelle Umfeld habe sich im ersten Halbjahr aufgehellt und die Volatilität der Märkte habe deutlich abgenommen, heisst es. Am besten entwickelt habe sich die Region Asien mit einem über 200-prozentigen Anstieg. Nord- und Südamerika wiesen zusammen ein Umsatzwachstum von rund 60% aus. Dagegen habe sich die Region Europa mit rund 5% Wachstum eher zurückhaltender entwickelt, jedoch auf hohem Niveau. Es zeige sich zunehmend, dass die Qualitätsansprüche der Kunden, gerade in der Automobilindustrie, noch gestiegen seien.
Im Bereich Wire erhöhte sich der Umsatz um rund 110% auf 85,1 Mio CHF. Der EBIT erreichte 19,0 Mio nach einem Vorjahresverlust von 4,9 Mio. Die Erholung im Bereich Wire sei geografisch breit abgestützt, heisst es.
Die Business Unit Solar habe ebenfalls zugelegt, vor allem begünstigt durch die Nachfrage aus Asien nach kristalliner Technologie und nach dem neuen Stringer X2. Der Umsatz im Solarbereich erhöhte sich um 26% auf 28,3 Mio. Während tiefere Siliziumpreise das Kristallingeschäft begünstigt hätten, sei diese Entwicklung für das Dünnschichtgeschäft negativ ausgefallen. Entsprechend resultierte beim EBIT ein Verlust von 3,3 (VJ -3,4) Mio CHF.
Im Bereich Medtech sei ein grösseres Auftragsvolumen abgearbeitet worden. Auch hier habe das Geschäft aus Asien am stärksten zugenommen, heisst es weiter. Der Umsatz im ersten Halbjahr wurde um 15% auf 45,0 Mio gesteigert, auf EBIT-Stufe resultierte ein Betriebsgewinn von 0,8 (VJ 0,7) Mio CHF. Im Bereich Medtech bleibe somit das Margenpotenzial eher limitiert, was auf die grundsätzlich beschränkte Standardisierbarkeit des Geschäfts zurückzuführen sei.
Auf Grund des weiterhin anhaltend starken Bestellungseingangs sei mit einem insgesamt "guten zweiten Halbjahr" zu rechnen, so die Gruppe. Im Bereich Wire gehe man von einer Stabilisierung auf hohem Niveau aus. Nach grosser Zurückhaltung im vergangenen Jahr intensivierten vor allem die Kunden aus dem Automobilbereich ihre Investitionen.
Bei Komax Solar halte der starke Bestellungseingang vor allem aus Asien weiter an. Durch die anfallenden Kosten für die eingeleitete Restrukturierung im Dünnschichtgeschäft könne aber im Solarbereich noch nicht mit einem positiven Betriebsgewinn gerechnet werden, dies trotz erfreulichem Geschäftsgang und guter Rendite im kristallinen Bereich, heisst es.
Im Medtechbereich habe der Bestellungseingang im zweiten Quartal nicht ganz den Erwartungen entsprochen. Komax geht in diesem Geschäft für das Gesamtjahr von einem positiven Betriebsergebnis aus.
ch/gab

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