Kommission rügt UBS-Bonuszahlungen

Die "hohen vertraglich nicht zugesicherten Boni" im geschätzten Wert von rund 700 Mio. Franken seien angesichts der UBS-Ergebnisse nicht gerechtfertigt, hielt die Finanzkommission des Nationalrats fest.

Dieser Inhalt wurde am 30. Januar 2009 - 18:00 publiziert

Ein gewisses Verständnis sei allerdings für die unteren und mittleren Angestellten angezeigt, schrieb die Kommission in einer Mitteilung. Die Streichung variabler und zugesicherter Lohnanteile käme für solche Mitarbeiter einer massiven Lohnkürzung gleich. Aber längerfristig müsse das Salärsystem von falschen Anreizen fortkommen.

Als "vollkommen ungenügend" beurteilte die Kommission die Kommunikation der Beteiligten. Die Kritik richtete sich an die Finanzmarktaufsicht (Finma), die Grossbank UBS und den Bundesrat. Diese hätten schneller und transparenter auf die Zwei-Milliarden-Boni der UBS reagieren müssen.

Die Kommission lehnte einen Antrag mit 16 zu 7 Stimmen ab, der den Bundesrat beauftragen wollte, der UBS einen Bonusverzicht nahezulegen. Zuerst müssten alle Fakten abgewartet werden.

Die Finanzkommission hatte Finma-Präsident Eugen Haltiner zu einer Aussprache eingeladen, um von ihm Informationen aus erster Hand über die UBS-Boni zu erhalten.

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