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Konkurrenzfähige Schweiz

Stabilität und die tiefe Arbeitslosigkeit schlugen für die Schweiz positiv zu Buche.

(Keystone)

Die Schweiz ist im internationalen Vergleich wettbewerbsfähiger geworden. Sie verbesserte sich um drei Ränge auf den 7. Rang.

Seit 1989 bewertet das Lausanner Institut für Management-Entwicklung (IMD) die internationale Wettbewerbsfähigkeit von 49 Staaten nach 314 Kriterien. In der am Dienstag veröffentlichten diesjährigen IMD-Wertung liegen die USA unangefochten an der Spitze.

Auf Rang 2 platzierte sich Finnland, gefolgt von Luxemburg. Der Spitzenreiter unter den skandinavischen Ländern machte seit 2000 jedes Jahr einen Rang gut und verdrängte dieses Jahr Singapur vom Podest.

Schweiz rückt vor dank Stabilität

Dank relativ stabilen Wachstumsraten und exzellenten Resultaten bei den qualitativen Kriterien und im Bereich Infrastruktur verbesserte sich die Schweiz wieder auf den 7. Rang. Diese legendäre Stabilität zahle sich in Perioden des Wirtschaftsabschwungs in der Rangliste aus, schreibt Studienleiter Stéphane Garelli im Communiqué.

Die Schweiz bleibe trotz dem seit 1984 tiefsten Auslastungsgrad in der Industrie von 82% im ersten Quartal 2002 ein ausserordentlich starker Konkurrent.

Starke Resultate bei qualitativen Kriterien

Die Schweiz belegt denn auch bei vielen Kriterien Spitzenplätze: Rang 3 bei der Zahlungsbilanz, Rang 2 bei der Arbeitslosigkeit und den Kapitalkosten. Auch bei der Börsenkapitalisierung (7) und bei den Direktinvestitionen im Ausland (10) resultierten im Verhältnis zur Grösse der Schweiz ausgezeichnete Resultate.

Spitzenresultate erzielte die Schweiz auch bei qualitativen Kriterien: Bei den Arbeitsbedingungen (Verträge usw.) belegt sie Rang 2, beim sozialen Zusammenhalt Rang 7. Ebenfalls ausgezeichnet positioniert ist die Schweiz bei der medizinischen Infrastruktur (2), den Pro-Kopf-Ausgaben für Forschung (2) und dem Bildungswesen (8).

Glaubwürdigkeit der Verwaltungsräte ungenügend

In anderen Bereichen erreichte die Schweiz nur das hintere Mittelfeld. Negativ ins Gewicht fielen dabei die in letzter Zeit hart kritisierten Verwaltungsräte. Ihre Glaubwürdigkeit ist angeschlagen, und die Schweiz stürzt bei diesem Kriterium vom 17. auf den 31. Rang ab.

Negativ bewertet wurden ausserdem die Reaktionsfähigkeit der Regierung auf den wirtschaftlichen Wandel (29), der Grad an Protektionismus (31), die Einwanderungs-Gesetzgebung (32) und die Öffnung des Marktes für öffentliche Aufträge für ausländische Anbieter (36).

Generell wird das Wertesystem der Schweiz positiv beurteilt und als wenig diskriminierend taxiert, dies trotz des 23. Ranges bei den Lohnunterschieden zwischen Mann und Frau und dem 35. Rang bei der Anzahl Frauen in Führungspositionen. Die Lebensqualität hingegen ist hoch und bringt den 4. Rang.

Bisherige Musterschüler schwächer

Die Länder mit hohem Wirtschaftswachstum in der Periode 2000/01 verloren in diesem Jahr Ränge. In Singapur schlug der wirtschaftliche Einbruch durch: Innerhalb eines Jahres verwandelte sich die hohe Wachstumsrate von 10,3% in ein Minus von 2%. Neu liegt Singapur auf Rang 5.

Unter dem flauen Wirtschaftswachstum litten auch Hong Kong (Vorjahr: Rang 6, neu Rang 9) und Irland (7/10). Aufsteiger des Jahres ist Dänemark, das vom 15. auf den 6. Rang direkt vor die Schweiz vorrückt.

Bei den Nachbarländern der Schweiz konnten sich Österreich (14/13) und Frankreich (25/22) leicht verbessern. Italien konnte seinen 32. Rang halten. Deutschland (12/15) hingegen verlor nach wie vor an Boden. Noch 2000 belegte der nördliche Nachbar der Schweiz Rang 11. Auffällig ist, dass keines dieser Länder in den letzten drei Jahren unter den "Top Ten" figurierte.

swissinfo und Agenturen

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