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Konzernumbau hat sich für Jelmoli gelohnt

Der auf den Kernbereich zurückgestutzte Warenhauskonzern Jelmoli hat im vergangenen Jahr einen Gewinnsprung von knapp einem Drittel gemacht und ein neues Rekordergebnis erzielt. Der Konzerngewinn erhöhte sich um 31 Prozent auf 85,4 Millionen Franken.

Dieser Inhalt wurde am 04. April 2000 - 16:00 publiziert

Der auf den Kernbereich zurückgestutzte Warenhauskonzern Jelmoli hat im vergangenen Jahr einen Gewinnsprung von knapp einem Drittel gemacht und ein neues Rekordergebnis erzielt. Der Konzerngewinn erhöhte sich um 31 Prozent auf 85,4 Millionen Franken.

Die Konzentration auf die beiden Kerngeschäfte Detailhandel Verkauf und Detailhandel Immobilien hat sich für Jelmoli gelohnt. In beiden Bereichen sieht Konzernleiter Peter Leumann zudem ein ertragsreiches Wachstum voraus, wie er am Dienstag (04.04.) an einer Medienkonferenz in Zürich bekannt gab.

2002 bereits über 100 Mio. Franken Gewinn

Der Konzerngewinn dürfte laut Leumann bis 2002 die 100-Millionen-Grenze deutlich überschritten haben. Gründe für die Zuversicht des Konzernchefs sind die auf einem Rekordhoch stehende Konsumentenstimmung und die eigene Marktposition.

Nach dem Verkauf des Reisegeschäftes, der Textilreinigung Terlinden, der Kochoptics und des US-Versandgeschäftes konzentriert sich Jelmoli im Handel auf das Zürcher Stammhaus, die Fust-Ladenkette, die Portable Shops und die neu lancierte Digital Home, die auch im Online-Handel tätig ist.

Rund 5 Mio. Franken seien für den Ausbau des Internets im Budget 2000 vorgesehen, sagte Leumann. Mit Digital Home, die den Bereich PC/Telecom sowie Spiele von der Fust übernommen hat, verfüge man über eine erstklassige Ausgangslage fürs Online-Geschäft.

Voraussetzungen für Online-Handel erfüllt

Allerdings dämpfte Leumann allzu hochstehende Erwartungen an den Online-Handel. Ihm sei es eigentlich gleichgültig, ob 2 oder 20 Prozent des Umsatzes übers Internet getätigt würden. Hauptsache, man verfüge über einen Markennamen, genügend Ladengeschäfte und eine entsprechende Logistik.

In einer komfortablen Lage befinde sich auch das Immobiliengeschäft von Jelmoli, betonte der Konzernchef. Die unkonsolidierten Mieterträge sind um 6 Mio. Franken auf 76,1 Mio. Franken gestiegen. Da Jelmoli im Verkaufsbereich mit der Miete umsatzbeteiligt ist, dürfte der gute Geschäftsverlauf von Mietern wie Globus die Kasse bei Jelmoli entsprechend klingeln lassen.

Stille Reserven in den Immobilien

Im Immobilienbereich versteckt sind stille Reserven von rund 500 Mio. Franken, erklärte Leumann. Während die Immobilien nach IAS mit 700 Mio. Franken bewertet sind, betrage der reelle Marktwert nämlich rund 1,4 Mrd. Franken.

Am "Nachdenken" sei man über die neue optionale IAS-Rechnungslegung für Immobilien, nach der die Wertsteigerung in der Erfolgsrechnung gezeigt werden darf. Damit könnte im Immobilienbereich ein jährlicher Zusatzgewinn von 50 bis 100 Mio. Franken ausgewiesen werden.

Die Gretchenfrage nach einer Trennung des Immobilien- und Detailhandels stellte und beantwortete Leumann gleich selbst. Vorderhand sei dies bei dem enormen Ertragssteigerungspotential beider Bereiche kein Thema. Nachdenken über einen allfälligen Spinn-off tue man in der Konzernleitung aber schon.

Dividende auf 44 Franken erhöht

Freuen am guten Jelmoli-Ergebnis dürfen sich auch die Aktionäre. Nach einem weiteren Aktienrückkauf ist der Gewinn pro Aktie um 40 Prozent auf 133 Franken gestiegen. Die Dividende soll pro Inhaber-Aktie von 36 auf 44 Franken und pro Namensaktie von 7,20 auf 8,80 Franken erhöht werden. Mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von 15 steht der Jelmoli-Titel auf gesunden Füssen.

swissinfo und Agenturen

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