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KORR/AKTIEN FRANKFURT/Schluss: Dax verliert deutlich

Dieser Inhalt wurde am 20. Mai 2010 - 19:07 publiziert

(Im letzten Satz wurde die Umrechnung korrigiert: Der Dollar kostete damit 0,8108 rpt 0,8108 Euro. Der Kurs von 0,8150 Euro war der Vortageskurs.)
FRANKFURT (awp international) - Die anhaltende Verunsicherung der Anleger hat dem Dax am Donnerstag weitere schwere Verluste eingebracht. Von den 110 Aktien aus den wichtigsten deutschen Aktienindizes konnten sich nur fünf in positivem Terrain behaupten. Der Leitindex büsste bis zum Handelsschluss 2,02 Prozent auf 5867,88 Punkte ein - zwischenzeitlich war er sogar bis auf 5780,73 Punkte abgesackt. Der Mdax rutschte um 3,12 Prozent auf 7774,88 Punkte ab und der TecDax fiel um 2,97 Prozent auf 723,26 Punkte. Investoren seien wegen der widersprüchlichen Meinungen von Experten zur Schuldenkrise und zu Regulierungsmassnahmen am Finanzmarkt unsicher, sagte Analyst Frank Geilfuss vom Bankhaus Löbbecke & Co.
Händler verwiesen zudem auf Gerüchte, wonach nun doch ein europaweites Verbot für ungedeckte Leerverkäufe kommen solle. EU- Binnenmarktkommissar Michel Barnier stellte für Oktober einen europäischen Vorschlag zum Umgang mit hoch riskanten Wetten auf fallende Kurse in Aussicht. Analyst Patrick Pflüger von IG Markets sah zudem negative Signale von der US-Konjunktur: "Bisher konnten gute Daten immer wieder die Märkte etwas beruhigen - nun kommt auch noch Störfeuer von dieser Seite."
AUTO- UND STAHLWERTE VERLIEREN
Zu einzelnen Unternehmen gab es kaum Nachrichten. Analyst Christoph Schmidt von der N.M.F. AG sah insbesondere die Titel exportorientierter und zyklischer Unternehmen unter Druck. Entsprechend wurden vor allem Autohersteller gemieden. Daimler büssten 4,48 Prozent auf 38,400 Euro ein. Bei Volkswagen (VW ) sorgten zudem Berichte für Druck, dass dem Sportwagenbauer Porsche auch in Deutschland Milliardenklagen drohen. Die Dax-notierten VW- Vorzugsaktien verloren 3,72 Prozent auf 66,50 Euro und Porsche- Vorzüge gaben 5,30 Prozent auf 34,725 Euro ab.
Die zyklischen Stahlwerte gehörten ebenfalls zu den Stiefkindern am Markt. Eine skeptische Branchenstudie von Merrill Lynch belastete zusätzlich, so dass ThyssenKrupp 4,02 Prozent auf 21,155 Euro einbüssten. Besser hielten sich Salzgitter mit einem Minus von 1,04 Prozent auf 51,24 Euro. Im MDax gaben Klöckner & Co um 6,32 Prozent auf 15,790 Euro nach.
BERICHTE UND DIW-STUDIE BELASTEN RHEINMETALL
Aktien des Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall verloren nach Presseberichten, wonach Finanzminister Wolfgang Schäuble für das Verteidigungsministerium mit die höchsten Einsparungen plant, 5,69 Prozent auf 45,085 Euro. Als weiterer Grund wurde eine Studie des DIW genannt, wonach die Kosten für Afghanistan schon jetzt dreimal höher sind als bislang gedacht.
Der EuroStoxx 50 sank um 1,90 Prozent auf 2569,58 Punkte. Die nationalen Leitindizes in Paris und London mussten ähnlich deutliche Verluste verkraften. In New York notierte der Dow Jones Composite zum europäischen Handelsschluss über zwei Prozent tiefer.
Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,31 (Vortag: 2,32). Der Rentenindex Rex fiel um 0,05 Prozent auf 127,31 Punkte. Der Bund Future stieg derweil um 0,57 Prozent auf 128,20 Punkte. Auch der Kurs des Euro zeigte nach oben. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2334 (Mittwoch: 1,2270) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8108 (0,8150) Euro./gl/sk

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