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KORR/Barry Callebaut H1: Deutliche Volumensteigerung - Ziele bestätigt (Zus)

Dieser Inhalt wurde am 01. April 2010 - 14:50 publiziert

(Korr. im ersten Abschnitt: ....litt unter dem starken rpt starken Franken)
Zürich (awp) - Der weltgrösste Schokoladenproduzent Barry Callebaut (BC) hat trotz schwieriger Konjunkturlage im ersten Halbjahr 2009/10 (per Ende Februar) Volumen und Umsatz deutlich gesteigert. Die Gewinnzahlen litten dagegen etwas unter einer sinkenden "Combined Cocoa Ratio" und dem starken Franken. Die mittelfristigen Ziele zu Umsatz und EBIT wurden aber einmal mehr bestätigt.
Die Verkaufsmenge konnte in der Berichtsperiode um 7,8% auf 659'536 Tonnen gesteigert werden. Der Gruppen-Umsatz legte um 4,5% auf 2'656,5 Mio CHF zu, in Lokalwährungen waren es gar +8,4%. Während der Betriebsgewinn (Stufe EBIT) um 4,5% auf 208,8 Mio CHF sank, stieg der Konzerngewinn mit +1,6% auf 145,7 Mio CHF leicht an. Mit den vorgelegten Zahlen wurden der AWP-Konsens bei Volumen und Umsatz leicht übertroffen, auf Gewinnstufe aber nicht ganz erreicht.
"Wir sind sehr zufrieden mit den Zahlen", sagte Konzernchef Jürgen Steinemann am Donnerstag vor den Medien in Zürich. Der globale Schokoladenmarkts sei bis Ende 2009 rückläufig gewesen und zeige erst seit ein paar Monaten Anzeichen einer Erholung. Dank einer verbesserten Kapazitätsauslastung sowie geringeren Energie-, Personal- und Unterhaltskosten habe man zudem "solide operative Fortschritte" erzielt.
GEWINNZAHLEN VON KAKAOPREISEN UND FRANKENSTÄRKE BELASTET
Diese seien jedoch durch ungünstige Fremdwährungseffekte (ca. 6 Mio CHF) und die tiefere "Combined Cocoa Ratio" (ca. 23 Mio CHF) kompensiert worden. Bei der Ratio handelt es sich um den kombinierten Verkaufspreis von Kakaobutter und Kakaopulver im Verhältnis zum Kakaobohnenpreis. Deren Effekt kann BC nur bedingt beeinflussen. Ausserdem gab es im Vorjahr einen einmaligen Gewinn (16,5 Mio) aus einem Verkauf in Asien.
Alle Regionen trugen zum Wachstum bei. Asien-Pazifik, Nord- und Südamerika und Osteuropa verzeichneten die grössten Zuwächse (24,4%, 13,1% bzw. 11,5%). Westeuropa hat zwar Anzeichen einer Erholung gezeigt, doch einige traditionelle Schokoladenmärkte hätten sich weiterhin negativ entwickelt. Der Entscheid vor ein paar Jahren, vermehrt in Asien zu investieren, sei richtig gewesen, sagte Steinemann. Man werde dementsprechend auch in Zukunft dort mehr tun und versuchen, die Märkte besser kennenzulernen.
Bei den Produktgruppen konnte die Verkaufsmenge für die Industrie-Kunden um 8,6% gesteigert werden, was einem Wachstum in allen Regionen und den früher abgeschlossenen Outsourcing-Verträgen zu verdanken sei. Von diesem Trend dürfte BC auch in Zukunft profitieren, ist das Management überzeugt. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis man weitere solche Verträge abschliessen könne. Für Gourmet & Spezialitäten resultierte ein "hervorragendes" Mengenwachstum von 18,1%.
Bei den Verbraucherprodukten kam es u.a. aufgrund einer Veränderung im Konsolidierungskreis zu einem Rückgang. Die Produktgruppe habe steigende Verkäufe in Skandinavien, Österreich und Italien, aber einen Volumenrückgang in Frankreich und Deutschland verzeichnet.
WEITER WACHSTUM ÜBER DEM MARKT ANGESTREBT
Für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres geht Steinemann von einer weiteren, langsamen Erholung des globalen Schokoladenmarktes und einer Verbesserung der Combined Cocoa Ratio aus. Für den Zeitraum von 2009/10 bis 2011/12 gibt er sich weiter zuversichtlich, die Finanzziele zu erreichen und weiterhin deutlich stärker als der Markt zu wachsen.
Gemäss den Zielen strebt das Unternehmen im besagten Zeitabschnitt ein durchschnittliches jährliches Wachstum der Verkaufsmenge von 6-8% und ein "mindestens gleich hohes" durchschnittliches EBIT-Wachstum in Lokalwährungen an. Keine News gab es zum geplanten Verkauf des europäischen Verbrauchergeschäftes. Dieser sei weiter geplant, dränge aber nicht, hiess es.
Die BC-Aktie notierte nach einem etwas festeren Beginn um 12.20 Uhr leicht tiefer (-1% auf 674 CHF, SPI +0,6%). Analysten sprachen von einem "dynamischen Volumenwachstum". Das Ergebnis sei positiv zu werten, auch wenn das Unternehmen mit dem EBIT und dem Reingewinn die Konsensschätzungen knapp verfehlt habe, hiess es.
uh/ch

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