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KORR/Postbank verspekuliert sich bei inzwischen insolventer CIT

Dieser Inhalt wurde am 05. November 2009 - 10:10 publiziert

(Korrigiert wird die Renditegrösse im letzten Satz des zweiten Absatzes. Des handelt sich um die Eigenkapitalrendite nach rpt. nach Steuern und nicht vor Steuern.)
BONN (awp international) - Die Finanzkrise hinterlässt weiter deutliche Spuren bei der Postbank . Fehl geschlagene Geschäfte bei dem inzwischen insolventen US-Mittelstandsfinanzierer CIT drückten das eigentlich auf Privatkunden spezialisierte Institut im dritten Quartal vor Steuern mit 59 Millionen Euro ins Minus, wie die Postbank am Donnerstag in Bonn mitteilte. Analysten hatten bessere Zahlen erwartet. Ohne das risikoreiche Engagement in Übersee hätte die Postbank erstmals seit fünf Quartalen im Tagesgeschäft wieder Geld verdient.
Vor einem Jahr, als die Finanzkrise hochkochte, hatte der Vorsteuerverlust mit 448 Millionen zwar noch deutlich höher gelegen, nahm seitdem aber kontinuierlich ab. Dieser Trend werde anhalten, versicherte Postbank-Chef Stefan Jütte. Die Belastungen aus der Finanzkrise dürften ihren Höhepunkt erreicht haben und im weiteren Jahresverlauf abnehmen. Jütte bestätigte das Ziel, mittelfristig eine Eigenkapitalrendite von 13 bis 15 Prozent nach Steuern zu erreichen.
STEUEREFFEKT SORGT FÜR ÜBERSCHUSS
Dank Steuereffekten schafften die Bonner unterm Strich zum zweiten Mal in diesem Jahr schwarze Zahlen. Sie verdienten 42 Millionen Euro nach einem Nachsteuerverlust von 349 Millionen Euro. Die Vorsorge für faule Kredite stieg zwar weiter an, jedoch nicht so stark wie von Experten befürchtet. Die Postbank rechnet hier wegen der fortschreitenden Wirtschaftskrise mit einer Verschlimmerung der Situation.
Die Einlagen der Kunden kletterten im dritten Quartal auf ein Rekordniveau. Das Wertpapier-Geschäft zog erstmals seit längerer Zeit wieder an. Bei den Baufinanzierungen schlossen die Kundenberater aber weniger neue Geschäfte ab. Der Bestand an Krediten für Unternehmen stieg an./das/zb

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