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(Korrigiert wird im dritten Absatz die Zahl zum Verlust im Jahr 2008. Richtig muss es heissen 129,1 rpt 129,1 Millionen Euro.)
MÜNCHEN (awp international) - Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 Media hat im zweiten Quartal erneut zugelegt und damit die Markterwartungen übertroffen. Der Umsatz der Münchner Sendergruppe wuchs verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 9,6 Prozent auf 760,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag vorab mitteilte. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) lag mit 264 Millionen Euro 31 Prozent über dem Vorjahreswert. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 74,5 Millionen Euro, das sind rund 64 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Gewinn pro Aktie kletterte um 3,4 Prozent. Der Markt reagierte positiv auf die Nachricht: An der Frankfurter Börse sprang die Aktie am Mittag um rund sieben Prozent auf 13,26 Euro.
Für die starken Zahlen sorgte nach Angaben eines Konzernsprechers vor allem das besser laufende Werbegeschäft. Der Effekt lag weit über den Erwartungen der Analysten. "Man sieht ganz klar: Die Werbemärkte springen deutlich an", sagte Frank Neumann vom Bankhaus Lampe in Frankfurt. Der Analyst war von einer eher sukzessiven Steigerung auf dem deutschen und internationalen Free-TV-Markt ausgegangen. Auch das Diversifikationssegment, also die Internet-, Event- und Bezahlsender-Sparte der Gruppe legte ein unerwartet hohes Umsatzwachstum von 14 Prozent hin. "Da muss man dann genau schauen, was die Treiber dafür sind", so Neumann. Den vollständigen Finanzbericht will ProSiebenSat.1 am 5. August vorlegen.
VERLUSTE GEHÖREN DER VERGANGENHEIT AN
Nach einem Minus von 129,1 Millionen Euro im Jahr 2008 war die von den Finanzinvestoren Permira und KKR kontrollierte Gruppe im vergangenen Jahr in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Im Juni hatte Konzernchef Thomas Ebeling für das laufende Jahr das Ziel geäussert, das Ergebnis weiter zu steigern. Der eingeschlagene Sparkurs solle dabei fortgesetzt werden.
Zuletzt hatte sich der Konzern von seinem Nachrichtensender N24 getrennt und an eine Gruppe um das bisherige Management und den Ex-Spiegel-Chef Stefan Aust verkauft. Davon versprach sich der Konzern eine Halbierung der Verluste im Nachrichtengeschäft.
Im zweiten Quartal schlugen die Kosten für den Verkauf komplett zu Buche. 41 Millionen Euro und zusätzlich 12 Millionen Euro an einmaligen Abschreibungen koste der Deal, hiess es im Juni auf der Hauptversammlung. N24 soll nun mit halb soviel Geld und einem Drittel weniger Mitarbeiter bis mindestens 2016 weiter die Nachrichten aus Berlin für Sat.1, ProSieben und Kabel eins produzieren.
Die Verbindlichkeiten konnte das hochverschuldete Unternehmen ein wenig drücken. Zum Ende des zweiten Quartals betrug die Netto-Finanzverschuldung rund 3,275 Milliarden Euro und lag damit rund 152 Millionen Euro unter dem Stand vor einem Jahr. Auf dem Konzern lastet nach der Übernahme der Sendergruppe SBS 2007 ein Schuldenberg. /juw/sbr/dct/wiz

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