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Krankenkasse Sympany rutscht in die roten Zahlen; Hoffnung auf Managed Care (AF)

Dieser Inhalt wurde am 11. Mai 2010 - 12:24 publiziert

(Meldung wurde ausgebaut)
Basel (awp/sda) - Die aus der ÖKK Basel hervorgegangene Krankenkasse Sympany ist 2009 trotz Kundenzulauf in die roten Zahlen gerutscht. Den Jahresverlust von 28,3 Mio CHF erklärte das Unternehmen am Dienstag mit der Teuerung und zu tiefen Grundversicherungs-Prämien.
Das Bruttoprämienvolumen im vergangenen Jahr wird in einer Medienmitteilung auf 894 Mio CHF beziffert. Dies bedeute einen Sprung um 14%, der auch mit der Übernahme der Kasse Xundheit zu erklären sei. Die Versicherungsleistungen seien insgesamt um 15% auf 812 Mio CHF gestiegen.
Die Anzahl der Privatkunden wuchs per Jahresbeginn 2010 um 17,7% auf 231'114 Personen. Klammert man die Xundheit-Übernahme aus, hätten netto über 10'000 Kunden neu zur Sympany gewechselt, was etwa fünf% Wachstum entspricht. Firmenkunden seien gar ein Drittel mehr verzeichnet worden; nun sind es 9'991.
Gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sprach Sympany-Chef Beat Ochsner von einem Verlust, "den man verkraften kann". Die ganze Branche habe ihre Prämien früh festlegen müssen und dies eher zu tief getan angesichts der realen Kostenentwicklung 2009. So seien die bezahlten Leistungen über den eigenommenen Prämien gelegen.
Im Vorjahr hatte Sympany bereits in der Grundversicherung draufgelegt und nur dank Sondereffekten wie Liegenschaftsverkäufen unter dem Strich mit knapp schwarzen Zahlen abgeschlossen. Für 2010 hat Sympany die Prämien laut Finanzchef Christian Meindl relativ stark erhöht, so dass versicherungstechnisch ein kleinerer Verlust zu erwarten sei.
Das Pendeln in der Grundversicherung um den Nullpunkt ist laut Ochsner eine Absicht des KVG. Die Reserven seiner grössten Marke "Vivao Sympany" liegen nun bei vergleichsweise guten 15%. Für die ganze Gruppe liegen sie um 20%. Unter dem Jahr sei in der ganzen Gruppe keine Prämienerhöhung vorgesehen, hiess es.
Zur Gelassenheit dürfte auch das Finanzergebnis beigetragen haben: Die Performance bezifferte Meindl auf 10%, was mit 15,7 Mio CHF Einnahmen in den Büchern steht. Dies entspricht strengen Bundes-Verbuchungsregeln; real hätten die Anlagen gut 40 Mio eingebracht - die Differenz liegt in der Grössenordnung des Verlustes.
Hoffnungen hegt Sympany auf den Bundes-Fokus auf Managed-Care-Modellen: Das helfe sparen und soll neue Kunden anlocken. Bei der laufenden Integration der Töchter seien - mit Ausnahme der bei Xundheit früher angekündigten Massnahmen - keine Kündigungen geplant; es gebe aber auch keine Jobgarantie. Sympany beschäftigt insgesamt 644 Personen auf 564 (Vj 443) Vollstellen.
mk

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