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Cheseaux-sur-Lausanne (awp) - Die Kudelski SA hat im Geschäftsjahr 2010 sowohl den Gewinn als auch den Umsatz gesteigert. Allerdings war das vergangene Jahr sowie der Beginn des laufenden Jahres von Wechselkurseinflüssen negativ geprägt. Entsprechend vorsichtig äussert sich das Unternehmen im Ausblick.
Den Gewinn steigerte Kudelski um 30,5% auf 66,7 Mio CHF. Nach Abzug von Minderheitsanteilen lag der Gewinn bei 65,7 (49,0) Mio CHF. Der EBIT stieg um 50,0% auf 110,0 Mio CHF und der Gesamtumsatz um 0,8% auf 1'069,3 Mio CHF, wie der Technologiekonzern am Donnerstag mitteilte. Damit hat Kudelski die Markterwartungen mit dem Gewinn und dem Umsatz verfehlt, der EBIT lag in etwa in den Erwartungen.
Die Ergebnisse des abgelaufenen Jahres seien von Wechselkurseinflüssen negativ geprägt gewesen, heisst es weiter. Die In Lokalwährungen wäre der EBIT um 22 Mio über dem aktuellen Wert bei 132 Mio CHF zu liegen gekommen. Der Umsatz wuchs in Lokalwährungen um 7,6%.
Ausserdem habe Kudelski aus operativer Tätigkeit einen Cash Flow von 149,1 Mio CHF generiert, was um 13,9 Mio über dem Vorjahr liege. Den Aktionären soll wie im Vorjahr je Inhaberaktie eine Dividende von 0,30 CHF und von 0,03 CHF je Namenaktie ausgeschüttet werden.
Im Kernbereich Digital-TV wuchs der Umsatz in Lokalwährungen um 6,8%, in Franken blieb er allerdings mit 690,2 (690,0) praktisch unverändert. Der Bereich habe vor allem im ersten Halbjahr mit einer währungsbereinigten Wachstumsrate von über 20% stark zugelegt. Der EBIT stieg im Gesamtjahr stark auf 129,5 (67,5) Mio CHF, die EBIT-Marge belief sich auf 18,9%.
Public Access trug in einem schwierige Geschäftsumfeld 224,7 (236,8) Mio CHF zum Gruppenumsatz bei. Der EBIT ging auf 8,8 (16,8) Mio CHF zurück. In Lokalwährungen stieg der Umsatz um 2,1%. Hier will das Unternehmen die Kostenbasis um "einige Millionen Franken" senken. Optimierungspotenzial gebe es vor allem bei Partnerschaftsverträgen.
Middleware & Advertising erzielte einen Umsatz von 139,3 (139,2) Mio CHF. Der EBIT lag mit 6,4 Mio CHF im negativen Bereich nach einem Plus von 10,5 Mio im Vorjahr. Nach Abschluss der Übernahme von Open TV habe die Gruppe Anfang Jahr einen Turnaround-Plan in Angriff genommen. Dabei steht der Aufbau eines Produktportfolios im Zentrum der Bemühungen. Das Unternehmen habe verstärkt in die Forschung und Entwicklung investiert. Der Turnaround soll im 2012 erreicht werden.
Im 2011 rechnet Kudelski mit einem Gruppenumsatz zwischen 1'025 und 1'050 Mio CHF sowie einem EBIT zwischen 75 und 90 Mio CHF. Die Wechselkurseinflüsse würden auch im laufenden Jahr auf die Geschäftsentwicklung drücken. So werde der Umsatz in Lokalwährungen wohl um 1,7% und der EBIT um 0,9% nur leicht ansteigen.
Weiterhin dynamisch entwickelt sich das Geschäft in den sogenannten Emerging Markets respektive den Wachstumsmärkten, erklärte CEO und Verwaltungsratspräsident André Kudelski im Gespräch mit AWP. Demgegenüber sei die Nachfrage in südeuropäischen Ländern nach wie vor am Stagnieren.
In Zukunft will die Gruppe in den Wachstumsmärkten vor Ort vermehrt Investitionen tätigen. So habe Kudelski im dritten Quartal 2010 im indischen Bangalore eine technische Einheit aufgebaut. Bereits heute beschäftigt das Unternehmen dort 35 Leute und sie soll weiter ausgebaut werden. Aber auch andere Märkte, etwa in Lateinamerika, würden grosses Wachstumspotential bieten. In Brasilien konnte der Umsatz im vergangenen Jahr verdoppelt werden.
Akquisitionen spielen in den Wachstumsplänen von André Kudelski derzeit eine untergeordnete Rolle. "Dennoch ist nicht auszuschliessen, dass wir in Zukunft kleinere Zukäufe tätigen werden", so der CEO weiter.
Im Management wird General Counsel Lucien Gani per Ende März vorzeitig in Pension gehen. Er werde der Gruppe bei Bedarf beratend zur Verfügung stehen. Die Nachfolge von Lucien Gani tritt ab April Marc Beariault an. Beariault amtet zurzeit als OpenTV General Counsel.
mk/rt

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