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Cheseaux-sur-Lausanne (awp) - Kudelski hat im Geschäftsjahr 2010 trotz negativer Währungseinflüsse sowohl Gewinn als auch Umsatz gesteigert. Trotzdem will sich der Technologiekonzern neu organisieren. Mittelfristig sollen den Konzern insbesondere die aufstrebenden Märkte sowie Produktlancierungen nach vorne bringen.
Der Gewinn stieg im Berichtsjahr 2010 30,5% auf 66,7 Mio CHF, nach Abzug von Minderheitsanteilen lag er bei 65,7 Mio CHF, der EBIT legte gar um 50,0% auf 110,0 Mio CHF. Beim Gesamtumsatz waren es allerdings (in CHF) lediglich 0,8% auf 1'069,3 Mio CHF, wie das vor allem im Bereich Digital-TV tätige Unternehmen am Donnerstag mitteilte.
Der Cash Flow lag mit 149,1 Mio CHF um 13,9 Mio über dem Vorjahr. Den Aktionären soll unverändert je Inhaberaktie eine Dividende von 0,30 CHF und je Namenaktie von 0,03 CHF ausgeschüttet werden.
STARKER FRANKEN BELASTET
Die Ergebnisse des abgelaufenen Jahres seien negativ von Wechselkurseinflüssen geprägt gewesen, erklärte CEO und Verwaltungsratspräsident André Kudelski an der Bilanzmedienkonferenz. Währungsbereinigt stieg der Umsatz nämlich um 7,6%. Beim EBIT drückte der starke Franken mit 22 Mio CHF auf das Ergebnis.
Auf die Geschäftsentwicklung drückte zudem das sich abschwächende konjunkturelle Umfeld in Südeuropa. Insbesondere in Italien und Spanien sei die Nachfrage nach Kudelski-Lösungen zurückgegangen. Dies sei mit steigenden Volumen in den Wachstumsmärkten aber teilweise kompensiert worden.
WACHSTUMSABSCHWÄCHUNG IM H2
Im Kernbereich Digital-TV (DTV) wuchs der Umsatz in Lokalwährungen um 6,8%, in Franken blieb er allerdings mit 684,5 Mio CHF praktisch unverändert. Der Bereich legte vor allem im ersten Halbjahr mit über 20% stark zu. Der EBIT stieg 2010 stark auf 129,5 (67,5) Mio CHF, bei einer Marge von 18,9%.
Public Access (PA) trug 224,6 (236,8) Mio CHF (+2,1% in LW) zum Gruppenumsatz bei. Der EBIT ging auf 8,8 (16,8) Mio CHF zurück. Middleware & Advertising (MA) erzielte einen Umsatz von 126,1 (130,7) Mio CHF. Der EBIT lag mit 6,4 Mio CHF im negativen Bereich nach einem Plus von 10,5 Mio im Vorjahr.
VORSICHTIGER AUSBLICK
Im Ausblick blieb Kudelski vorsichtig. Im laufenden Jahr strebe der Konzern einen Umsatz zwischen 1'025 und 1'050 Mio CHF sowie einen EBIT zwischen 75 und 90 Mio CHF an. 2012 sollen die Wachstumsraten für den Umsatz von DTV und PA im einstelligen Prozentbereich und für den EBIT im tiefen zweistelligen respektive hohen einstelligen Bereich liegen. In MA ist bis 2012 nach wie vor der Turnaround das Ziel.
Stärkeres Wachstum soll der Konzern dann ab 2012 generieren. So wird bei DTV mittelfristig ein Umsatzwachstum von über 10% und ein EBIT-Wachstum von 15 bis 20% erwartet. In PA wird sowohl beim Umsatz als auch beim EBIT ein Wachstum von je 10% angestrebt. In MA sollen Umsatz und EBIT um über 10% steigen.
Wachstumstreiber soll in erster Linie der Ausbau der Aktivitäten in den Emerging Markets sein. Grosses Potential dazu sieht André Kudelski in Asien und Lateinamerika. "In der Vergangenheit haben wir diese Wachstumspotentiale zu wenig genutzt." Zudem will Kudelski über Produktinnovationen sowie über massgeschneiderte Lösungen für TV-Stationen auch in Europa und den USA zulegen.
Zur Steigerung der Profitabilität soll die Verlagerung von Produktionsprozessen in Tieflohnländer einen wesentlichen Beitrag leisten. Die Einheit in Peking und die erst seit kurzem eröffnete technische Einheit im indischen Bangalore werden dazu ausgebaut.
In PA will Kudelski die Kostenbasis um "einige Millionen Franken" senken. Optimierungspotenzial gebe es vor allem bei Partnerschaftsverträgen. Bei MA steht nach Abschluss der Übernahme von Open TV der Aufbau eines Produktportfolios im Zentrum der Bemühungen.
AKTIE UNTER DRUCK
Die Kudelski-Aktie steht nach der Zahlenvorlage unter Druck und büsst bis um 15.05 Uhr 3,7% auf 18,50 CHF ein (SPI: -1,06%). Kudelski verfehlte mit Umsatz und Gewinn die Vorgaben, zudem bezeichneten Analysten den Ausblick als "wenig inspirierend".
mk/uh

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